Dynamo im Abstiegskampf: Sören Gonther weiß, was es jetzt braucht
Dresden - 17 Spiele, in denen sich alles entscheidet, die ersten drei schon mit richtig wichtigem Charakter. Mitten im Winter startet Dynamo Dresden mit richtig heißen Abstiegs-Duellen in die Rückrunde der 2. Bundesliga. Fürth, in Magdeburg und Bielefeld - allesamt direkte Konkurrenten in Sachen Überlebenskampf - werden zeigen, wohin wohl die Reise geht.
Dafür hat Sportgeschäftsführer Sören Gonther (39) mit fünf Neuen noch einmal für jede Menge frische Kräfte und vor allem auch für unbelastete Köpfe gesorgt. Der 39-Jährige kennt den Abstiegskampf in Liga zwei als Spieler nur zu gut und weiß, was es jetzt braucht.
"Vor der Abreise ins Trainingslager haben wir den Spielern noch einmal gesagt: 'Ey, wir müssen auch Spaß haben. Es ist ganz, ganz wichtig, dass es Spaß macht, das eigene Tor zu verteidigen, dass es Spaß macht, ein Tor zu schießen. Ihr spielt vor 30.000 Zuschauern und die kommen alle wegen euch'", so Gonther.
"Das ist einfach ein Privileg, was sie genießen müssen und was einfach Spaß macht. Auch wenn es gerade nicht gut läuft, wir brauchen Spaß und wir brauchen Lockerheit. Also raus, trotzdem mit Selbstvertrauen, weil wir eine gute Mannschaft sind und weil wir was können."
Dynamo Dresden: Es kommt auf den Zusammenhalt an
Nicht weniger wichtig wird der Zusammenhalt in der Mannschaft. Der muss die große Basis sein, ansonsten wird es ein aussichtsloses Unterfangen, den Vier-Punkte-Rückstand aufzuholen.
"Ja, da gibt es viele Beispiele aus der Vergangenheit", gibt auch Vinko Sapina (30) zu. "Ich glaube aber nicht, dass das bei uns passieren wird, auch nicht in schwierigen Zeiten. Wir sind alle da unten gerade und wollen da raus. Dafür müssen wir alle an einem Strang ziehen."
Der Routinier kann die Gefühlslage seiner Kollegen sehr gut einschätzen, hat selbst in der Hinrunde nicht nur Höhen erlebt. Zuletzt reichte es nur noch für Kurzeinsätze: "In unserer Situation denkt man weniger an sich selber, sondern wirklich nur an das große gemeinsame Ziel."
Die ersten drei Spiele werden zeigen, ob das stimmt ...
Titelfoto: Lutz Hentschel
