Ein Dreier für Dynamo muss her: Sekt oder Selters gegen Holstein Kiel

Dresden - Wer kennt die Karikatur nicht: Der Frosch steckt bereits im Schnabel des Storches, drückt mit beiden Händen den Hals des gefiederten Freundes zu, um nicht geschluckt zu werden. 

Bitte einsteigen: Am heutigen Donnerstagmorgen fliegt die Mannschaft von Klotzsche aus nach Kiel und abends wieder zurück.
Bitte einsteigen: Am heutigen Donnerstagmorgen fliegt die Mannschaft von Klotzsche aus nach Kiel und abends wieder zurück.  © Ronald Bonss

Darüber steht: "Gib niemals auf!" Und genau das muss heute das Motto von Dynamo Dresden bei den Kieler Störchen sein. Es gibt nur alles oder nichts, Sekt oder Selters!

"Jetzt wird der Autopilot eingeschaltet. Es wird nicht nachgedacht, sondern einfach gemacht", erklärte Trainer Markus Kauczinski am Mittwoch bei der Spieltagspressekonferenz der SG Dynamo. 

Damit meinte er nicht den Autopiloten der Chartermaschine, die am heutigen Donnerstagmorgen in Klotzsche startet und die Truppe spät abends auch wieder von der Ostsee zurück nach Sachsen bringen wird. 

Nein, er will den Autopiloten in den Köpfen seiner Jungs einschalten. 

"Am Ende wird's einfacher, wenn du weißt, es helfen nur noch Siege. Da geht es nicht mehr ums Nachdenken. Wir werden unseren Weg nach vorne suchen und müssen konsequenter sein. Es gibt keine Ausreden, in diese 90 Minuten muss alles gelegt werden", powerte der Coach.

Nach dem 0:4 gegen Bielefeld war er total niedergeschlagen, am Mittwoch wirkte er aufgeräumt und entschlossen. "Wir werden kämpfen." 

Beistand von oben? Für Markus Kauczinski geht es nicht nur um den Glauben, sondern um Einsatz, Wille und Effektivität.
Beistand von oben? Für Markus Kauczinski geht es nicht nur um den Glauben, sondern um Einsatz, Wille und Effektivität.  © picture point/Sven Sonntag

Dynamo Dresdens Coach Markus Kauczinski findet seine Mannschaft konkurrenzfähig

Eine Szene aus dem Hinspiel, das Kiel 2:1 gewann. Dynamos Jannik Müller (r.) und Kiels Emmanuel Iyoha duellieren sich.
Eine Szene aus dem Hinspiel, das Kiel 2:1 gewann. Dynamos Jannik Müller (r.) und Kiels Emmanuel Iyoha duellieren sich.  © Lutz Hentschel

Mut schöpft er auch aus Beispielen der Vergangenheit, die dann aber in der Relegation endeten. Dort erstmal hinzukommen, wäre für Dresden der größtmögliche Erfolg.

Im Vorjahr gewann Ingolstadt die letzten vier Spiele und rettete sich auf Rang 16., verlor dann aber die Relegation gegen Wiesbaden.

2012 war Kauczinski mit dem KSC selbst beteiligt. "In den letzten sieben Spielen 14 Punkte geholt, die Relegation noch geschafft, dann leider gescheitert."

Jahn Regensburg setzte in den Entscheidunsgpartien das Stoppzeichen. "Aber es gibt solche Momente, dafür muss man hart kämpfen, hart arbeiten. Da braucht man das Quäntchen Glück, dass mal der Ball vom Gegner nicht reingeht, unserer aber schon."

Der 50-Jährige sieht seine Mannschaft absolut konkurrenzfähig. Er wähnt Holstein Kiel auf Augenhöhe mit anderen Teams wie Regensburg und Aue, die Dresden in der Rückrunde jeweils 2:1 schlagen konnte.

"Wir können gewinnen. In vergleichbaren Spielen und gegen vergleichbare Gegner haben wir gezeigt, dass wir das können. Es ist nicht jede Mannschaft wie Bielefeld oder der Hamburger SV", sagte Kauczinski. Er will raus aus dem Schnabel des Storches.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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