Dynamo-Kapitän Kutschke will vom Gerede nichts mehr hören

Dresden - Totgesagte leben länger. Von dem Spruch will Kapitän Stefan Kutschke gar nichts hören. "Das kommt doch immer von außen, abgeschrieben kommt auch von außen. Bei uns ist keiner ins Trainingszentrum gefahren und hat gesagt, wir machen das jetzt mal noch für ein halbes Jahr just for fun."

Leader auf und neben dem Platz: Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke.
Leader auf und neben dem Platz: Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke.  © IMAGO/Steinsiek.ch

Der 37-Jährige ist der Lautsprecher, das Sprachrohr der Mannschaft. Das weiß er, das nutzt er.

"Wir haben genug auf die Fresse bekommen, ihr kennt alle die Artikel. Ich brauche die Schlagzeilen nur in die Kabine hängen, das ist Motivation für jeden Spieler. Wir machen es aber nicht für die Presse oder für außen. Keiner will absteigen, jeder macht das für sich selbst."

Dass er da überdreht, weiß er ganz genau, denn keiner hat Dynamo im Winter aufgegeben.

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Da waren in den vergangenen Monaten einige Kommentare in den sozialen Netzwerken schonungsloser. Doch das sind keine Medien, auch wenn das gern verwechselt wird. Aber seine Worte werden gehört und wenn sie der Mannschaft helfen, sehr gern.

Die SGD ist auf dem richtigen Weg, aber muss Kutschkes Worte mit Taten untermauern

Stefan Kutschke setzte Schalkes Hasan Kurucay (r.) unter Druck - Eigentor!
Stefan Kutschke setzte Schalkes Hasan Kurucay (r.) unter Druck - Eigentor!  © IMAGO/Goal Sports Images

Dass Dynamo qualitativ einen Sprung gemacht hat, das ist nicht nur an den Ergebnissen zu sehen. Zwei Siege, zwei Remis in den ersten vier Spielen der Rückrunde können sich sehen lassen, auch wenn das die Tabelle noch nicht aussagt. Doch die SGD ist auf dem Weg.

"Mit den Neuzugängen hast du auch Charakter geformt. Und nicht zu vergessen, was schon da war. Der feste Bestandteil, der in der 3. Liga schwerere Phasen durchgemacht hat", sagt er und kommt dann zum Kern: "Wir verteidigen resoluter, giftiger. Vielleicht war es anfangs Ehrfurcht, 2. Liga, große Namen. Die darfst du nicht haben. Das haben wir auf Schalke nicht gezeigt, sind vor 60.000 Zuschauern gut aufgetreten. Jetzt kommt Dynamo Dresden, der abgeschriebene Absteiger, wie es vielleicht schon war, und zeigt dann so eine Leistung."

Coole Worte, die er mit seiner Truppe in den kommenden Wochen im Februar weiter untermauern muss. Leichter wird es gegen Elversberg nicht, in Hannover nicht und auch gegen Darmstadt, dem derzeitigen Spitzenreiter, nicht.

Titelfoto: IMAGO/Steinsiek.ch

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