Trotz Training nicht umgesetzt: Stamm macht Dynamos Defensivarbeit Sorgen

Dresden - Von der Moral her ein gewonnener Punkt, aber Thomas Stamm (42) war nach dem Remis gegen Karlsruhe nicht glücklich. "Ich bin trotzdem gerade mit dem Spiel gegen den Ball wieder nicht zufrieden", sagte Dynamo Dresdens Coach und wurde für seine Verhältnisse öffentlich recht kritisch.

Thomas Stamm (42, l.) macht die Ungeduld in der Defensiv-Arbeit zu schaffen.
Thomas Stamm (42, l.) macht die Ungeduld in der Defensiv-Arbeit zu schaffen.  © DPA/Robert Michael

"Da sind wir im Moment nicht da, wo wir sein müssen. Weil wenn du dann in acht Spielen 16 Gegentore hast, das ist es einfach deutlich zu viel! Mich beschäftigt, dass wir das nicht hingekriegt haben, obwohl wir extrem viel diese Woche den Fokus auf die Defensive gelegt haben", ärgerte sich der Schweizer nach dem 3:3.

"Das ist am Ende des Tages meine Aufgabe, dass die Struktur so ist, dass sie funktioniert. Das wird Thema sein, und das beschäftigt mich jetzt und wird mich wahrscheinlich die nächsten zwei Wochen sehr stark beschäftigen."

Sascha Risch (25) nicht. Der Außenverteidiger fällt wochenlang aus, wegen "einer Schulterverletzung", die er sich gegen den KSC zugezogen hatte. Die Schulter macht auch wieder Jakob Zickler (19) Probleme. Auch er muss wieder passen.

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In der Länderspielpause jetzt gilt es für Stamm, weiter intensiv am Defensivverhalten zu arbeiten - so, wie er es in den Wochen zuvor immer schon getan hat. Aber, so lässt sich seine Aussage verstehen, noch nie so intensiv wie vergangene Woche.

Konrad Faber (27, r.) & Co. sollen im gegnerischen Ballbesitz ruhiger werden.
Konrad Faber (27, r.) & Co. sollen im gegnerischen Ballbesitz ruhiger werden.  © imago/Jan Huebner
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Dynamo Dresdens Defensivverhalten: Eine Frage der Qualität?

Bitter für Sascha Risch (25, r.): Der Außenverteidiger fehlt länger.
Bitter für Sascha Risch (25, r.): Der Außenverteidiger fehlt länger.  © imago/eibner

Wenn es die Spieler dann aber erneut nicht umsetzen können, liegt es vielleicht doch an der Qualität? "Ich glaube, es ist eine Frage, wie klar die Dinge sind. Da muss man einfach auch sagen, dass die Qualität im Vergleich zum letzten Jahr, egal welche Struktur wir wählen, einfach zunimmt", sprach Stamm lieber über die Qualität der Gegner.

"Das war vielleicht letztes Jahr so, dass wir durch eine gute Intensität immer wieder in den Balldruck gekommen sind. Im Moment ist es so, dass es auch Mannschaften gibt, die dann einfach auch über Ballbesitzphasen kommen."

Die gab es vergangene Saison eher selten. Verl war so ein Team, doch Dynamo hat das einfach durch gutes Stellungsspiel und geschlossene Reihen "ausgehalten" - anders jetzt in Liga 2: "Um das Thema geht es, dass wir dann aushalten, dass wir dann nicht jedes Mal probieren, auf Balldruck und Balleroberungen zu kommen. Sondern einfach auch mal die Mitte schließen, egal mit welcher Systematik."

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Ziel muss es künftig sein, "nicht zu oft locken lassen" und "einfach auch akzeptieren, dass der Gegner in gewissen Momenten Ballbesitz hat und dann aber die Prio ist, zuerst die Mitte zuzubekommen".

Genau da haben seine Mannen laut dem 42-Jährigen Nachholbedarf. An der Qualität der Spieler liege das nicht: "Das ist meine Aufgabe und ist nicht ansatzweise für mich eine Frage von fehlender Qualität."

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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