Ansage von Dynamos Akoto vor Duisburg: "Wir fahren nicht für ein 0:0 dorthin!"

Dresden - Das so langsam nahende Sommerende passt Michael Akoto (24) mal gar nicht, Dynamo Dresdens kleiner Sieglauf umso mehr. In einer Medienrunde erklärte der Defensiv-Allrounder nun, warum die SGD die Kurve bekommen hat und auch am Sonntag nur ein Sieg infrage kommt.

Michael Akoto (24, r.) hält nichts davon, sich in Duisburg zu verstecken.
Michael Akoto (24, r.) hält nichts davon, sich in Duisburg zu verstecken.  © Picture Point/Roger Petzsche

TAG24: Zwei Siege, die Defensive steht. Wie zufrieden sind Sie aktuell?

Akoto: "Defensiv sind wir tatsächlich stabiler geworden. Das war zu Beginn der Saison nicht immer der Fall. Deswegen hat der Trainer den Fokus darauf gelegt. Wenn wir zu null spielen, haben wir die Qualität, um vorne auch mal ein Tor zu machen. Das hat man die letzten zwei Spiele gesehen."

TAG24: Die Dreierkette tut der Mannschaft ganz gut, oder?

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Akoto: "Definitiv! Wir haben drei stabile Innenverteidiger, die sowohl gegen als auch mit dem Ball richtig gut können. Das gibt uns Stärke."

TAG24: Dennoch wünscht man sich als Fan sicherlich etwas attraktiveren Fußball...

Akoto: "Ja, klar, daran arbeiten wir auch. Der Trainer legt nicht nur den Fokus auf die Defensive. Auch im Training haben wir jetzt mehr mit dem Ball gemacht, um mehr Kreativität reinzubekommen."

TAG24: Wie ist da die Sichtweise eines Defensivspielers?

Akoto: "Fußball ist in erster Linie ein Ergebnissport. Trotzdem will man zugleich sehenswert und erfolgreich spielen. Aber der Trainer weiß, was er macht. Er hat einen guten Plan."

TAG24: Am Ende holt man sich das Selbstvertrauen ohnehin nur über Siege...

Akoto: "Absolut! Das war uns auch letzte Saison anzumerken, dass es da kaum noch Selbstvertrauen gab. Jetzt, wo du wieder gewinnst, wird die Brust viel breiter. Alles andere kommt automatisch dazu."

Michael Akoto: "Sicherlich ein Vorteil für mich, wenn mich der Trainer auf mehreren Positionen sieht"

Michael Akoto (24, 2.v.r.) kommt momentan auf der rechten Defensivseite zum Einsatz.
Michael Akoto (24, 2.v.r.) kommt momentan auf der rechten Defensivseite zum Einsatz.  © Picture Point/Roger Petzsche

TAG24: Auch Sie hätten vergangenen Sonnabend ein Tor erzielen können. Haben Sie sich die Szene noch einmal angeschaut?

Akoto: "Letzte Saison hatte ich auch schon ein paar Aktionen, in denen ich ein Tor hätte machen können. Ich versuche dann immer noch einmal im Nachgang zu schauen, was ich besser hätte machen können, um es beim nächsten Mal auch umzusetzen."

TAG24: Sie haben zuletzt auf der rechten Abwehrseite gespielt, davor im defensiven Mittelfeld. Wo fühlen sie sich am wohlsten?

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Akoto: "Tatsächlich nehme ich an, wo mich der Trainer hinstellt. Von Grund auf bin ich gelernter Innenverteidiger, habe aber auch schon die anderen Positionen gespielt. Es ist sicherlich ein Vorteil für mich, wenn mich der Trainer auf mehreren Positionen sieht."

TAG24: Wie definieren Sie Ihre Aufgabe auf der rechten Abwehrseite?

Akoto: "Prinzipiell soll der Schienenspieler mit nach vorne gehen. Wenn ich Christian Conteh vor mir habe, ist das aber noch ein Stück einfacher. Er macht etwas mehr den offensiven Part, ich den defensiven."

TAG24: Am Sonntag gibt's in Duisburg das Wiedersehen mit Sebastian Mai. Wie sehr freuen Sie sich darauf?

Akoto: "Absolute Vorfreude! Basti ist ein super Typ, und ich glaube, er freut sich auch auf das Spiel."

TAG24: Kann man in so einem Spiel auch mal mit einem 0:0 leben?

Akoto: "Als Fußballer will man jedes Spiel gewinnen. Wir fahren nicht dorthin, um 0:0 zu spielen. Wir wollen den Sieg mit nach Hause nehmen."

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche

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