Dynamo glänzt gegen Schalke: Bestnoten für die Abwehr, Daferner köpft zur Befreiung
Dresden - Ein Geldsegen für Dynamo! Ein Mutmacher für alles Kommende! Die SGD steht in der 3. Runde des DFB-Pokals, siegte vor 30.600 Zuschauern gegen den Erstligisten Schalke 04 völlig verdient nach einem souveränen Auftritt mit 2:0 (0:0). 913.000 Euro gab es obendrauf. Patrice Covic (53.) und Christoph Daferner (89.) trafen. Die TAG24-Noten.
Lennart Grill: Einmal nach zwei Minuten, einmal nach 42. In der ersten Hälfte musste er nur zweimal eingreifen, das aber auch nicht ernsthaft. Die zweite Hälfte war ähnlich - Note: 3
Jonas Sterner: Nutzte seinen Raum auf der rechten Seite immer wieder für den Vorwärtsgang, war kaum zu bremsen. Es kamen aber nicht alle seine Flanken. Weiterer Pluspunkt: Über seine Seite kam nix durch. Er stand defensiv sehr gut - Note: 2
Nicolai Rapp: Souveräner Abwehrchef, hatte alles im Griff. Organisierte alles perfekt, war in den Zweikämpfen präsent, zudem sicher im Spielaufbau - Note: 1
Friedrich Müller (bis 82.): Ein 20-Jähriger gegen einen 40-jährigen Weltstar, zumindest war das Dzeko einmal. Er kochte ihn ab. In Kiel wackelte er noch wie die "Mein Schiff 3" in Bremerhaven, diesmal stand er wie ein Tanker. Hut ab, "Friede"! Musste verletzungsbedingt raus - Note: 1
Simon Straudi (bis 67.): Wirbelwind auf links. Sprintete hoch und runter, war permanent im Vorwärtsgang. Bereite das 1:0 vor. Nicht wiederzuerkennen zum Sonntag. Das war ein Gala-Auftritt - Note: 1
Robert Wagner: Das Ballmonster. Ging in jeden Zweikampf, gewann fast jeden. Verteilte zudem klug die Bälle und kurbelte die Angriffe an. Kommt Vincent Vermeijs Querpass (30.) besser, schiebt er die Kugel ins leere Tor - Note: 2
Christoph Daferner befreit sich selbst und Dynamo Dresden
Tobias Raschl: Bissig wie ein Terrier, klebte sich an die Waden der Gelsenkirchener und gewann so viele Bälle. Er zerstörte das Spiel der Gäste immer wieder erfolgreich - Note: 2
Niklas Hauptmann (bis 75.): Der Motor! Ging weite Wege, holte sich die Bälle, lief Lücken für andere frei, holte sich im Pressing Bälle zurück und baute einen Angriff nach dem anderen auf. Ein vorbildlicher Kapitän bis zu seiner obligatorischen Auswechslung - Note: 2
Patrice Covic (bis 67.): Viel auffälliger als noch in Kiel. Machte Tempo auf seiner Seite, sorgte für viele gute Momente und am Ende für den goldenen: Straudis Flanke nahm er an und traf durch den im kurzen Pfosten stehenden Loris Karius hindurch - 1:0 (53.). Abgezockt gemacht - Note: 2
Vincent Vermeij: Wie in den letzten Spielen extrem fleißig, was die Arbeit gegen den Ball angeht. Das war auch extrem wichtig. Bei seiner eigentlichen Kernkompetenz auch wie immer zuletzt: Er bekam keine brauchbaren Zuspiele - Note: 3
Ben Bobzien: Ungemein fleißig. Probierte es immer wieder, im Eins-zu-eins durchzukommen. Stellte seine Gegenspieler vor große Probleme. Seins: der letzte Pass. Sieht er früh im Spiel den mitgelaufenen Covic, steht es da schon 1:0 - Note: 3
Jakob Lemmer (ab 67.): Muss kurz vor dem 2:0 (89.) schon treffen - oder abspielen. War trotzdem ein guter Auftritt - Note: 3
Alexander Rossipal (ab 67.): Als wäre er nie weggewesen. Fleißig auf seiner Seite und mit einer tollen Ecke zum 2:0 - Note: 2
Luca Herrmann (ab 75.): Übernahm die Hauptmann-Rolle nahtlos, holte sich einige Bälle - Note: 3
Christoph Daferner (ab 75.): Was für eine Erlösung. Keinem gönnte man den Treffer mehr als ihm. Befreiend für ihn und das Team. Stark, "Dafi" - Note: 2
Ahmet Muhamedbegovic (ab 82): -
Titelfoto: Lutz Hentschel

