Dresden - Ja, die Euphorie vor dem Saisonstart in Nürnberg war bei Dynamo Dresden da. Ja, sie ist nach dem 0:3 etwas gewichen. Ein Punkt der Niederlage war, der Club hat die SGD anders wahrgenommen als noch beim eigenen 0:2 an gleicher Stelle im April. Einen Fakt, den sich die Schwarz-Gelben mit der tollen Rückrunde erarbeitet haben.
Die Gegner schauen noch einmal genauer hin, wie sie das Spiel der Dresdner zerstören können. Das hat Nürnberg gemacht, das wird Darmstadt am Sonntag nicht anders versuchen. Die Lilien verloren in der besagten Rückrunde im Februar mit 1:3 in Dresden.
"Das war in der Ansprache vor Nürnberg ein Thema, dass uns gar keine Mannschaft mehr unterschätzen wird", sagte Dynamo-Trainer Thomas Stamm (43) auf der Spieltagspressekonferenz am frühen Freitagmorgen vor der Darmstadt-Partie.
"Vielleicht war es so, ohne es zu wissen. Wahrscheinlich sagt jeder Trainer nein, es war nicht so. Aber: Der Mensch bleibt Mensch und neigt dazu, nicht immer an seine Leistungsgrenzen zu kommen."
Für den 43-Jährigen heißt das aber auch, dass seine Mannschaft die nächsten Schritte gehen muss. Die Rückrunde ist längst Geschichte. Jetzt müssen neue Taten folgen.
"Wir wissen, dass wir noch mal ein Stück drauflegen müssen, dass wir uns nicht aufgrund der stabilen Rückrunde ausruhen dürfen. Aber das wird auch auf gar keinen Fall passieren", erklärte Stamm.
Die Erwartungshaltung bei Dynamo Dresden ist gewachsen
Seine Spieler haben sich das Standing in der Liga erarbeitet, werden nicht mehr belächelt.
"Das ist was Schönes", so der Coach: "Aber die Hürden, die wir überspringen müssen, sind deutlich höher geworden. Zum Auftakt der Rückrunde gegen Fürth waren sie noch nicht so hoch, da war die Erwartungshaltung nicht so groß. Jetzt ist sie so, dass wir höher springen müssen. Wir haben sie selbst höher gestellt", erklärte der Schweizer.
Stamm nimmt die Challenge mit seinen Mannen an, scheut sich nicht davor. "Schwierige Aufgaben sind die schönsten meiner Meinung nach. Wir haben die Überzeugung und auch die Qualität, die hohen Hürden immer wieder zu überspringen."
Am besten schon am Sonntag gegen die Lilien aus Darmstadt. Gelingt dies, kehrt auch die Euphorie wieder zurück.
Tabelle 2. Bundesliga
| POS | VEREIN | Sp. | +/- | Pkt. | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 |
|
Eintracht Braunschweig | 1 | 6:1 | 3 | |
| 2 |
|
1. FC Nürnberg | 1 | 3:0 | 3 | |
| 3 |
|
FC Energie Cottbus | 1 | 3:1 | 3 | |
| 4 |
|
1. FC Heidenheim | 1 | 4:3 | 3 | |
| 5 |
|
Karlsruher SC | 1 | 2:1 | 3 | |
| 6 |
|
Hertha BSC | 1 | 1:0 | 3 | |
| 7 |
|
Holstein Kiel | 1 | 2:2 | 1 | |
| 7 |
|
SV Darmstadt 98 | 1 | 2:2 | 1 | |
| 9 |
|
FC St. Pauli | 1 | 1:1 | 1 | |
| 9 |
|
SpVgg Greuther Fürth | 1 | 1:1 | 1 | |
| 11 |
|
1. FC Kaiserslautern | 1 | 0:0 | 1 | |
| 11 |
|
VfL Wolfsburg | 1 | 0:0 | 1 | |
| 13 |
|
VfL Osnabrück | 1 | 3:4 | 0 | |
| 14 |
|
Arminia Bielefeld | 1 | 1:2 | 0 | |
| 15 |
|
VfL Bochum 1848 | 1 | 0:1 | 0 | |
| 16 |
|
Hannover 96 | 1 | 1:3 | 0 | |
| 17 |
|
SG Dynamo Dresden | 1 | 0:3 | 0 | |
| 18 |
|
1. FC Magdeburg | 1 | 1:6 | 0 | |
Die Tabelle der 2. Bundesliga hat folgende Bedeutung: Wer am Ende der Saison auf Platz 1 steht, ist Zweitliga-Meister und steigt in die 1. Bundesliga auf. Letzteres gilt auch für Rang 2. Platz 3 spielt mit dem drittletzten Rang der Bundesliga um Aufstieg oder Verbleib in Deutschlands höchster Fußball-Spielklasse.