Dynamo-Keeper Schreiber schiebt Druck zu Bethke: "Muss beweisen, dass er das Niveau hat"
Windischgarsten (Österreich) - 60 Minuten im Test gegen den Grazer AK (5:0) für Tim Schreiber (24) im Tor, 60 für Elias Bethke (23). Der Konkurrenzkampf um die Dynamo-Kiste läuft. Schreiber nimmt ihn an, bleibt aber gelassen: "Konkurrenzkampf ist jetzt nicht nur Anfang der Saison da, auch während der Spielzeit. Es ist etwas Gutes", sagt er, schiebt den Druck aber seinem Kontrahenten zu.
"Wir pushen uns gegenseitig. Es macht mich besser, es macht 'Eli' besser, es macht auch die anderen besser. 'Mese' und 'Lenny' nicht zu vergessen. Und am Ende habe ich dann auch schon gezeigt, was ich eben halt drauf habe. Ich denke auch, in der Rückrunde konnte ich nochmal mein Potenzial zeigen", sagt Schreiber zum Duell um die Nummer eins im Dynamo-Tor.
Wie sehr er darum kämpft, zeigt eine vielleicht belanglose Geschichte aus dem Teamhotel. Da gab es Kaiserschmarrn, andere haben zugeschlagen, Schreiber nicht.
"Nein, ich habe das gelassen", lacht er. "Ich habe viel Proteine, Kohlenhydrate, Eiweiße und Fleisch zu mir genommen. Ich will noch was draufpacken", sagt der Keeper, der weiß, was er will und wer jetzt im Fokus steht: "Am Ende liegt der Druck ein bisschen bei 'Eli', er muss ja jetzt ein Stück weit auch beweisen, dass er das Niveau hat, und alles andere entscheidet dann der Trainer, da kann er dann mehr verraten."
Er scheut den Konkurrenzkampf nicht, das beweist er. Deshalb sind für ihn alle Spekulationen um einen vorzeitigen Abgang aus Dresden nur heiße Luft.
Tim Schreiber nimmt den Kampf an - und würde gern länger bei Dynamo Dresden bleiben
"Ich bin ja jetzt auch schon eine Weile im Geschäft. Also ich weiß auch, wie das alles läuft. Am Ende weiß man nie, was geschieht. Ich habe Vertrag hier bis 2027, bis Ende der Saison. Bis dahin bin ich 100 Prozent Dynamo", lässt er durchklingen.
Und gibt sich auch da gewohnt kämpferisch: "Wenn es um mich geht, würde ich gerne länger hier bleiben. Aber da sind natürlich eben halt auch andere Faktoren entscheidend."
Schreiber will sich nicht so einfach aus dem Tor verdrängen lassen. Das hat er im Januar gezeigt und das macht er jetzt wieder.
Für Dynamo kann der Konkurrenzkampf nur gut sein.
Titelfoto: Bildmontage: Picture Point / Gabor Krieg

