Dynamo-Noten gegen FCH: Platzverweis und Eigentor - Innenverteidiger werden zu Unglücksraben

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Heidenheim - Unter der Woche noch die Frauenkirche gerockt, am Samstag in Heidenheim war es eher ein Ritt auf der Rasierklinge, bei dem Dynamo Dresden am Boden liegende Hausherren immer wieder zum Tanz aufforderte. Beim 3:5 (1:0) offenbarten sich aber so einige Schwächen in der Choreografie, durchgewirbelt wurde in Durchgang zwei nur die SGD. Die TAG24-Noten:

Thomas Keller erwies seiner Mannschaft ausgerechnet in Heidenheim einen Bärendienst mit der Ampelkarte.
Thomas Keller erwies seiner Mannschaft ausgerechnet in Heidenheim einen Bärendienst mit der Ampelkarte.  © Harry Langer/dpa

Tim Schreiber: Riesen-Rettungstat in der 35. Minute gegen Kerber – genau wegen solcher Reflexe ist er Dresdens Nummer eins. War lange da, wenn er gebraucht wurde – wie auch mehrfach in den fünf Minuten nach der Pause. Bei vier Gegentoren ohne Chance, aber beim fünften nicht gut prallen lassen. Auch die langen Bälle sind ein Thema für sich. Note: 3 

Jonas Sterner: Honsak lief ihm ein ums andere Mal davon. Seine Ecken an diesem Tag gefährlicher als die von der anderen Seite, bereitete so das 1:0 (30.) von Vermeij vor. Schwere Ballverluste (45./81.), die unbestraft blieben. Guter Abschluss (91.) und ein unbedeutendes Tor (90.+7.). Note: 3 

Thomas Keller: Wollte aus rund 30 Metern (16./19.) seinem alten Arbeitgeber wehtun, Dynamos erster und dritter Torschuss gingen aber weit über und neben das Tor. Die Gelb-Rote Karte (69.) war sinnbildlich für den Leistungsabbau in Halbzeit zwei. Note: 4 

Acht-Tore-Wahnsinn mit bösem Ende! SGD fällt nach Keller-Platzverweis komplett auseinander
Dynamo Dresden Acht-Tore-Wahnsinn mit bösem Ende! SGD fällt nach Keller-Platzverweis komplett auseinander

Friedrich Müller: Seine wenigen Offensivbemühungen sind ausbaufähig, defensiv dafür oft der Abräumer. Beim 1:1 (67.) und 2:4 (90.) aber auch eine Aktie, weil er nicht in die Duelle ging. Das Eigentor (77.) war einfach nur Pech, vorm fünften (90.+2) der Ballverlust. Mit Anteilen an vier Gegentoren kann's keine bessere Note sein. Note: 5 

Alexander Rossipal: Die erste Ecke war nichts, der Abschluss in der 24. Minute auch nicht. Legte mit 32,56 km/h bis zur Pause den schnellsten Sprint im Sondertrikot hin, hatte aber schon bessere Spiele als das beim FCH. Note: 4

Friedrich Müller (l.) erwischte in Heidenheim einen unglücklichen Tag.
Friedrich Müller (l.) erwischte in Heidenheim einen unglücklichen Tag.  © Harry Langer/dpa
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Robert Wagner stark, bei Niklas Hauptmann war mehr drin

Robert Wagner trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 für Dynamo. Am Ende reichte das allerdings nicht zum Sieg.
Robert Wagner trifft zum zwischenzeitlichen 2:1 für Dynamo. Am Ende reichte das allerdings nicht zum Sieg.  © Harry Langer/dpa

Robert Wagner: Eigentlich will er ja offensiv gefährlicher werden und sich mehr vorn einschalten. Das klappte in Heidenheim nicht wirklich – ja, bis zur 74. Minute! Mit Links in Unterzahl zur erneuten Führung getroffen. 12,4 Kilometer waren mal wieder die meisten auf dem Platz. Note: 2

Lukas Boeder bis (68.): Startelf-Debüt in dieser Saison für den verletzten Nicolai Rapp (Achillessehnenprobleme). Kein gutes Zweikampfverhalten bei der Kopfballchance der Hausherren (66.), beim 1:1 (67.) schon wieder nicht. Bis dahin eigentlich ein ordentlicher Vertreter. Note: 4

Niklas Hauptmann (bis 70.): Sein Abschluss aus 16 Metern (17.) darf gern auch reingehen. Vor einer Woche aus ähnlicher Position noch geknipst. Der fünf Minuten vor der Pause muss reingehen! Bis zur Auswechslung bester Zweikämpfer der SGD. Ließ aber eben richtig gute Gelegenheiten liegen. Note: 3

Dynamo-Keeper Grill endlich wieder im Einsatz: Doch wie geht es für ihn weiter?
Dynamo Dresden Dynamo-Keeper Grill endlich wieder im Einsatz: Doch wie geht es für ihn weiter?

Kaan Inanoğlu (bis 68.): Der Flugkopfball ins Glück war es noch nicht, als er in der 33. Minute am Heidenheimer Keeper scheiterte. Mit links (39.) ging’s wie schon in der Vorwoche schief. Gute Balleroberungen und Vorarbeiten, bei Costlys Lattentreffer (61.) nicht im Bilde. Note: 3 

Vincent Vermeij ackert und trifft, Ben Bobzien verschleppt zu oft das Tempo

Ben Bobzien bereitete gegen Heidenheim einen Treffer vor, doch es ist noch Luft nach oben.
Ben Bobzien bereitete gegen Heidenheim einen Treffer vor, doch es ist noch Luft nach oben.  © Harry Langer/dpa

Vincent Vermeij (bis 84.): Beim ersten Kopfballversuch (1.) den Ellenbogen von Mainka an den Kopf bekommen – Elfmeter gab's nicht. Hinderte den Niederländer nicht dran, genau dem in der 30. Minute wegzulaufen und zur Führung einzuköpfen. Kurz nach der Pause (47.) hätte er den Doppelpack schnüren können, tat er aber eben nicht. 14 gewonnene Zweikämpfe waren Topwert auf dem Platz. Note: 2

Ben Bobzien (bis 84.): Warum nimmt er mit dem Ball am Fuß so oft das Tempo raus? So konnte sich Heidenheim oft wieder hinten sortieren. Guter Schuss (36.) aus 18 Metern, der aber einen Meter vorbeiging. Blieb aber vor dem 2:1 (74.) nach dem nicht gegebenen Elfer dran, legte so auf Wagner auf. Note: 3

Jonas Oehmichen (ab 68.): Konnte sich – auch bedingt durch die Unterzahl – nicht in den Vordergrund spielen, ließ aber dafür gut beim 3:5 (90.+7) von Sterner durch. Note: 3

Jakob Lemmer (ab 68.): Konnte dem Spiel keinen Stempel aufdrücken, was aber auch daran lag, dass er defensiv viel mit eingebunden war. Bekam auch keine Bälle auf Außen. Note: 3

Ahmet Muhamedbegovic (ab 70.): Sollte nach der Ampelkarte für Keller zumindest den Punkt mit über die Zeit retten. Ging in der 83. Minute nicht ins Kopfball-Duell und hatte Glück, dass es da nicht klingelte. Bot aber keine Stabilität hinten. Note: 4

Nils Fröling (ab 84.): -

Tobias Raschl (ab 84.): -

Titelfoto: Harry Langer/dpa

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