Dynamo-Pleite vor Gericht: Aufsichtsrat Blümel verhindert seinen Rauswurf vorerst
Dresden - Nächste Runde im Machtkampf bei Dynamo Dresden - und es wird nicht die letzte sein: Per einstweiliger Verfügung hat das Landgericht Dresden den Beschluss des Ehrenrates des Vereins, Thomas Blümel (61) bis 2029 aus dem Aufsichtsrat und dem Verein zu werfen, außer Vollzug gesetzt. Eine Niederlage der SGD außerhalb des Spielfeldes.
Blümel bekundet seinen Erfolg in einer eigenen Pressemitteilung. Das Protokoll des Landgerichts hat er als Bestätigung an die Mail mit angehängt.
"Der Antragsgegner wird verpflichtet, den Beschluss des Ehrenrates der SG Dynamo Dresden e. V. vom 03.09.2026, durch den der Antragsteller ab Zugang des Beschlusses bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode des Aufsichtsrates von seinem Amt als Aufsichtsrat enthoben und für die Zeit bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode des Aufsichtsrates als Mitglied befristet aus dem Verein ausgeschlossen wird, bis zur endgültigen gerichtlichen Entscheidung über die Wirksamkeit dieses Beschlusses außer Vollzug zu setzen", steht es im Beschluss.
Blümel bekommt zudem alle Rechte als Mitglied zurück, tritt somit wieder in den Aufsichtsrat ein. Dynamo darf außerdem bis zur endgültigen Klärung keinen Nachfolge-Kandidaten aufstellen.
Dynamo Dresden kann gegen den Beschluss Einspruch erheben
"Ich begrüße diese Entscheidung. Sie bestätigt, dass die gegen mich verhängten Maßnahmen bis zur abschließenden gerichtlichen Klärung keine Wirkung entfalten", schreibt Blümel und schiebt nach: "Ich hoffe, dass die Gremien des Vereins diese Entscheidung des Landgerichtes im Interesse des Vereinsfriedens akzeptieren. Dynamo Dresden sollte seine Kraft und Energie nun auf die sportlichen und wirtschaftlichen Aufgaben konzentrieren."
Ob es der Verein akzeptiert, bleibt abzuwarten. Er hat nun die Möglichkeit, gegen den Beschluss Einspruch zu erheben. Dann käme es zu einer mündlichen Verhandlung.
Der Grund für seinen (vorerst ausgesetzten) Rauswurf: Er soll Internas an Medienvertreter weitergegeben haben.
"Zu keinem Zeitpunkt habe ich vertrauliche Informationen oder Protokolle des Aufsichtsrates an Medienvertreter oder andere Dritte weitergegeben", beteuerte er vor knapp zwei Wochen.
Titelfoto: Thomas Türpe
