Dynamo-Trainer Stamm wieder bei Menschenkette dabei: "Ein Teil von Dresden"
Dresden - Alle Jahre wieder. Alle Jahre richtig und wichtig - die Menschenkette am 13. Februar in Dresden in Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe auf die Stadt vor nunmehr 81 Jahren. Auch die Dynamos sind erneut dabei.
Im Vorjahr zum 80. Jahrestag war die komplette Mannschaft in der Stadt verteilt und damit mittendrin in der Menschenkette. Am heutigen Freitag werden sich die Trainer und einige Profis beteiligen, die anderen Spieler bereiten sich auf die Partie am Samstagabend um 20.30 Uhr gegen die SV Elversberg vor.
"Ich fand es vor einem Jahr sehr bewegend, auch wenn ich vorher keinen Bezug dazu hatte", so Dynamo-Trainer Thomas Stamm (42).
"Ehrlicherweise vor meiner Anstellung hier hatte ich mich nicht so mit diesem Thema beschäftigt. Aber jetzt ist es für mich absolut nachvollziehbar dieses Datum, der 13. Februar 1945", so der 42-Jährige.
"Wenn man hier ist, spürt man: Dresden ist Dynamo, Dynamo ist Dresden. Das war mir im Vorjahr selbst auch wichtig und im Team mit den Jungs, in den Austausch zu gehen und zu wissen, warum ist das Stadtbild am Neumarkt, am Altmarkt so wunderschön. Wann wurde es wieder aufgebaut? Das hat eine Geschichte. Das ist ein Teil von Dresden, das die Leute sehr prägt und prägen soll. Es ist sehr gut, dass man das weiterträgt", spricht der Schweizer tolle Worte.
Thomas Stamm findet die Erinnerungskultur in Dresden wichtig
"So wie der Verein mit der Stadt verwurzelt ist, finde ich es hervorragend, dass das thematisiert wird, was wir tun. Und noch viel wichtiger ist, dass wir als großer Bestandteil dieser Stadt mit dabei sind. Es gibt immer weniger Leute, die das miterlebt haben. Deshalb ist es wichtig, dass man das weiterträgt, dass man daran erinnert und wir unseren Teil dazu beitragen", erklärt Stamm.
Und er weiß auch: Viele, die am Freitag in der Menschenkette stehen, werden Samstagabend im Stadion sein und die Profis anfeuern, denn Dresden ist Dynamo und Dynamo ist Dresden.
Titelfoto: Bildmontage: Lutz Hentschel, IMAGO/epd
