Dynamos Bobzien krönt Top-Leistung mit Treffer: "Das war schon ein emotionales Tor"

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Nürnberg - Das 80-Meter-im-Vollsprint-Tor! Dynamos Ben Bobzien stiefelte nach 83 Minuten los - noch weit in der eigenen Hälfte, ging locker am eingewechselten Justin von der Hitz vorbei, zog ab und traf. 2:0 in Nürnberg! Sieg! Und dann der Sprint zu den Fans. "Die 50 Meter waren doch anstrengender als gedacht", lachte der Torschütze.

Dynamo-Akteur Ben Bobzien (22, rechts) krönte seine starke Leistung im Spiel gegen den Club mit einem Tor.
Dynamo-Akteur Ben Bobzien (22, rechts) krönte seine starke Leistung im Spiel gegen den Club mit einem Tor.  © Daniel Karmann/dpa

"Das war schon ein emotionales Tor", sagte Bobzien. Und vor allem ein Kraftakt. Es war ja nicht so, dass er die 82 Minuten zuvor einfach nur herumstand. Er hatte ja da schon ohne Ende Gas gegeben, war auch beim 1:0 (54.) maßgeblich beteiligt. Er lauerte hinter Eigentorschütze Henri Koudossou.

Das 2:0 war die Kirsche auf der Torte. Ab über die Bande, quer über die Tartanbahn und dann Jubel. Dresden kann zweite Halbzeiten, machte da den Dreier perfekt. Das war oft die Achillesferse, diesmal passte alles. "War ein guter Moment, um das Tor zu schießen, weil die ein bisschen gedrückt haben", sagte Bobzien.

Ganz ohne Gedanke war er nicht auf den 80 Metern hin zum Tor. "Ein bisschen muss man schon nachdenken", so der 22-Jährige: "Einfach am Gegenspieler vorbeigehen und einen Abschluss suchen. Wenn der Gegner dir so große Räume gibt, dann kannst du sie auch nutzen."

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Der 2:0-Sieg war wichtig nach den beiden Pleiten zuvor. Und so richtig hatte auch keiner damit gerechnet, auch weil gleich vier Stammspieler ersetzt werden mussten.

Bobziens lobende Worte an die Teamkollegen

Der 22-Jährige lieferte wieder voll ab.
Der 22-Jährige lieferte wieder voll ab.  © Daniel Karmann/dpa

Bobzien: "Alle, die neu reingekommen sind, haben es sehr gut gemacht und Intensität an den Tag gelegt." Für ihn ist das ein klares Zeichen für den Teamgeist: "Das spricht für die Mannschaft, für unseren Zusammenhalt."

Es sah bei Dynamo alles so easy aus. Auf die Frage, ob es wirklich so "einfach" sei, wichtige Ausfälle zu kompensieren, relativiert er: "Was heißt einfach? Natürlich nicht." Dennoch lobt er erneut die Leistung der Spieler: "Die, die reingekommen sind, machen es einfach gut."

Bemerkenswert war das auf alle Fälle, auch weil sich Dynamo mental so stabil zeigte. "Wir haben uns keine Gedanken gemacht. Wir sind einfach bei uns geblieben." Diese Stabilität habe sich nun ausgezahlt.

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Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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