Eine Eins, viele Zweier: Dynamo-Noten zum ersten Heimsieg der Saison!
Dresden - Ein teuer erkaufter Dreier! Es hätte ein stimmungsvoller 1. Advent werden können. 30.817 Zuschauer, der erste Zweitliga-Heimsieg seit über vier Jahren, runter von einem Abstiegsplatz. Alle, die es mit Dynamo hielten, hätten nach dem 2:1 (1:0) gegen Fortuna Düsseldorf feiern können, wäre da nicht die schwere Sprunggelenksverletzung von Lennart Grill Sekunden vorm Abpfiff gewesen. Die TAG24-Noten.
Lennart Grill: Da rannte sogar Gegenüber Florian Kastenmeier hin und hielt ihn im Arm. Er rutschte nach 94 Minuten weg - riecht, so bitter das ist, nach dem Sprunggelenk. Er wurde mit der Trage abtransportiert. Dynamo hatte schon fünfmal gewechselt, Aljaz Casar ging ins Tor und hielt es sauber. Gute Besserung, "Lenni"- Note: 2.
Julian Pauli: War gar nicht so sehr damit beschäftigt, in die Zweikämpfe zu gehen. Dafür spielte Düsseldorf zu abwartend. War aber im Spielaufbau immer eine gute Anspielstation - Note: 2.
Lukas Boeder: Es gab Partien, da war er mehr gefordert. Organisierte gut, stellte gut zu. Er hatte alles im Griff - Note: 2.
Friedrich Müller: Erstes Heimspiel vor voller Hütte. Juckte ihn nicht, spielte ruhig, agierte abgebrüht. Mag er innerlich nervös gewesen sein, äußerlich merkte man es ihm zu keiner Sekunde an. Wurde nicht so gefordert wie in Bochum, langte aber im zweiten Durchgang ordentlich hin - Note: 2.
Konrad Faber: Er marschierte jede Sekunde, hinten sehr sicher, anfangs aber ohne großen Ertrag im Vorwärtsgang. Dann gab er die Flanke zum 1:0. Auch in der zweiten Hälfte ein starker Faktor, der selbst am Ende der Partie noch mühelos Sprints hinlegte - Note: 2.
Kofi Amoako (bis 85.): Die Fleißbiene im Mittelfeld, machte Meter, lief die Lücken zu und fand immer wieder die Muse, sich mit in den Angriff einzuschalten. Agierte dort aber zu zögerlich, mit mehr Wucht hätte er in einigen Situationen etwas reißen können - Note: 2.
Dynamos Luca Herrmann holt sich Bestnote
Luca Herrmann (bis 71.): Pech gleich bei seinem Schuss nach acht Minuten. Das war knapp. Der Mann mit den meisten Ballkontakten bei Dynamo, verteilte das Leder geschickt, war sicher, kurbelte an - wie bei Lemmers Großchance (57.) und seinem Sprint übers halbe Feld. Starker Auftritt, musste dann angeschlagen raus - Note: 1.
Alexander Rossipal: Der Mann der Stunde! Achtes Spiel, drittes Tor. In Rostock kam er in 62 Spielen auf zwei Treffer. Und wie er das 1:0 (45.) machte - Sahne! Die Flanke von Faber nahm er per Dropkick technisch höchst anspruchsvoll ab. Auch sonst eine extrem stabile Partie ohne einen Wackler - Note: 2.
Jakob Lemmer (bis 71.): Stand bei seinem Tor (36.) einen Schritt im Abseits. Ging immer wieder mit in die Angriffsspitze, blieb aber meist wirkungslos. Sein verdeckter Schuss kurz nach der Pause hätte allerdings ein Tor verdient gehabt. Muss das 3:0 (57.) machen - Note: 3.
Vincent Vermeij (bis 85.): Wenn sein erster Heimtreffer gegen seinen Ex zum 2:0 (54.) so gewollt war, dann Hut ab. Nach Zuspiel von Hauptmann sah es zunächst so aus, als habe er den Ball nicht richtig getroffen. Mit dem nächsten Kontakt schaufelte er die Kugel über den schon am Boden liegenden Florian Kastenmeier ins Netz. Gefiel auch so, er stellte seinen Körper rein, machte die Bälle fest oder verlängerte sie per Kopf - Note: 2.
Niklas Hauptmann (bis 90.): Durfte nach 31 Minuten dreimal schießen, zweimal geblockt, einmal drüber. Ansonsten zweikampflustig, laufstark und in der zweiten Hälfte auch mit einer Menge Ideen. Die Vorbereitung zum 2:0 war eine Augenweide - Note: 2.
Vinko Sapina (ab 71.): -
Nils Fröling (ab 71.): -
Aljaz Casar (ab 85.): -
Christoph Daferner (ab 85.): -
Jonas Oehmichen (ab 90.): -
Titelfoto: Lutz Hentschel

