Einer der ältesten Fanclubs im Dynamoland: "Die Treue zum Verein bleibt bis zum Schluss"

Dresden - Eine Knie-Operation verhinderte zuletzt Steffen Manns (59) Präsenz bei den Spielen von Dynamo Dresden. Aber sonst ist er eigentlich immer da, quasi "IMMER-ZU", wie auch der Name des Fanclubs, dem er angehört, so gut beschreibt.

Neun Mitglieder zählt der Fanclub aktuell noch. Steffen Mann (59, r.) und seine Schaumstoff-Hand gehören seit Jahrzehnten dazu.
Neun Mitglieder zählt der Fanclub aktuell noch. Steffen Mann (59, r.) und seine Schaumstoff-Hand gehören seit Jahrzehnten dazu.  © Fanclub "IMMER-ZU"

Neun Mitglieder zählt dieser aktuell noch, bei der Gründung vor gut 38 Jahren am 19. März 1985 waren es 23.

Mann kam aufgrund des Militärdienstes erst etwas später dazu, den Schwarz-Gelben hält er aber schon viel länger die Treue. "Mit 14 oder 15 Jahren habe ich meine ersten Auswärtsspiele besucht, da gab es den Fanclub noch nicht. Meine große Schwester hatte mich anfangs immer mitgenommen", so der 59-Jährige. Sein Bruder war auch bei der Gründung des Fanclubs dabei.

Seine ersten Heimspiele hatte er gar nicht richtig wahrgenommen. Denn da gaben ihn seine Eltern im Kindergarten im alten Steingebäude zur "Flimmerstunde" am Stadion ab.

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"Das hat man eine Weile mitgemacht, aber irgendwann wollte man natürlich wissen, was da draußen los ist, und auch mitgehen."

Manns Mutter hatte viele Jahre das Fanprojekt geleitet und auch er hatte im Verein Verantwortung übernommen, als es der SGD nach dem Zwangsabstieg so richtig schlecht ging.

Anfang der 2000er-Jahre war er im Aufsichtsrat tätig, erlebte die Anfänge von Christoph Franke (78) mit, die bis heute hängengeblieben sind.

Der Fanclub schwört Dynamo Dresden "Treue bis zum Schluss"

Sie sind eigentlich immer da, wie es auch sinnbildlich auf der Flagge steht.
Sie sind eigentlich immer da, wie es auch sinnbildlich auf der Flagge steht.  © Fanclub "IMMER-ZU"

Zum Symbol des Fanclubs wurde unter anderem auch eine übergroße Schaumstoffhand, die Mann stets mit ins Stadion nahm.

"Wir brauchten für das Auswärtsspiel in Bukarest was Besonderes. Da habe ich gesagt, ich lasse mir was einfallen, und bin auf die Idee mit der Hand gekommen."

Zuletzt kam sie nur noch selten mit ins Stadion. Zum 70. Geburtstag soll sie aber eventuell mal wieder zu sehen sein.

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Natürlich sind dann alle wieder da. Denn so fasst es auch Schwägerin und Mitglied Elke Kühn so treffend zusammen: "Die Treue bleibt bis zum Schluss. Das haben wir uns geschworen und da wird sich in guten wie in schlechten Zeiten nichts daran ändern!"

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Titelfoto: Fanclub "IMMER-ZU"

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