Einer wie Bayerns Kane!? Die neue Rolle von Dynamos Vermeij

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Dresden - Einer wie Bayern Münchens Harry Kane (33)!? Nein, es geht nicht um die Torjäger-Qualitäten von Vincent Vermeij (32). Die sind dem niederländischen Stürmer von Dynamo Dresden zuletzt etwas abhandengekommen. Aber eine andere Qualität eint Vermeij mit dem englischen Topstar.

Neue Aufgabe für den Stürmer: Vincent Vermeij (32, r.) besticht mit Defensiv-Zweikämpfen.
Neue Aufgabe für den Stürmer: Vincent Vermeij (32, r.) besticht mit Defensiv-Zweikämpfen.  © Picture Point/Gabor Krieg

Kane ist bekannt dafür, die ganz weiten Wege mit nach hinten zu gehen und Bälle zu erobern. Genau das macht auch Vermeij nach der Länderspielpause immer mehr. Der 1,96-Meter-Hüne ist sich für die Drecksarbeit nicht zu schade.

"Als Stürmer hat man lieber noch diese letzte Energie übrig, die lässt man für die Momente offensiv. Aber Niklas Hauptmann und ich, wir haben das gespürt, vielleicht auch jetzt wegen der Situation, in der wir stecken, dass wir vielleicht ein bisschen mehr im hinteren Drittel gebraucht werden als andere Spiele. Man spürt das manchmal im Spiel", erklärt Vermeij nach dem Derbysieg gegen den 1. FC Magdeburg.

Vor allem, weil: "Magdeburg ist immer eine gute Mannschaft im Eins-gegen-Eins gewesen, da muss man immer sehr viel machen."

Hauptmann trifft früh vom Punkt: Diese Szene war der "Dosenöffner" beim Dynamo-Sieg gegen Magdeburg
Dynamo Dresden Hauptmann trifft früh vom Punkt: Diese Szene war der "Dosenöffner" beim Dynamo-Sieg gegen Magdeburg

Schon eine Woche zuvor beim VfL Osnabrück leitete der Stürmer mit seiner Balleroberung weit in der eigenen Hälfte das zwischenzeitliche 1:0 ein, gegen den FCM am Samstag stoppte er gleich mehrere Angriffe.

Nicht in dieser aber in ähnlicher Situation hatte Vincent Vermeij (32, l.) freie Fahrt.
Nicht in dieser aber in ähnlicher Situation hatte Vincent Vermeij (32, l.) freie Fahrt.  © IMAGO/HMB-Media
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Dynamos Stürmer hätte lieber quergelegt, als es selbst zu versuchen

Erschöpft und enttäuscht dachte Vincent Vermeij (32) kurz über seine Mega-Chance nach.
Erschöpft und enttäuscht dachte Vincent Vermeij (32) kurz über seine Mega-Chance nach.  © Lutz Hentschel

Was weniger gut klappte, war seine Kernaufgabe. Gegen Osnabrück nie in Szene gesetzt, hätte Vermeij gegen Magdeburg den Doppelpack schnüren können.

Top-Chance Nummer zwei war Pech, denn da kam Magdeburgs Tobias Müller (32) im letzten Moment noch dazwischen. Ein paar Minuten zuvor scheiterte der 32-Jährige nur an sich selbst.

"Das tut weh, ja. Ich war auch kaputt. Ich glaube, das war auch der Moment, wo der Trainer gedacht hat: Boah, der ist jetzt wirklich ans Limit gegangen. Und im Endeffekt hat mir ein bisschen diese Ruhe gefehlt", gibt Vermeij zu.

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Und ergänzt: "Ein Trainer von mir meinte mal, dass einer, der schon 30 Meter gelaufen ist, lieber noch mal querspielen soll statt zu schießen. Weil das ist so eine Sache, wenn du so lange unterwegs bist. Es fühlt sich schneller an, aber diese 40, 50 Meter waren schon ein langer Weg. Und dann hat man natürlich ein paar Gedanken: Jetzt direkt chippen, nein, doch noch weiter, auf rechts oder auf links vorbeigehen."

Immerhin hält sich der Stürmer an solchen Dingen nicht mehr fest. "Vielleicht liegt das am Alter", meint er. "Aber es geht auch nicht um mich, es geht um uns als Mannschaft." Und zumindest diese Einstellung eint ihn wieder mit einem der größten Stürmer aller Zeiten.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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