Elfmeter oder nicht? Dynamo hadert mit Last-Minute-Entscheidung

München - Nach einem wirklich ereignisarmen Spiel zwischen Dynamo Dresden und dem TSV 1860 München stellte sich nach dem Schlusspfiff eigentlich nur noch eine Frage: War es ein Elfmeter, oder nicht?

Kurz vor Schluss ging Luca Herrmann (24, r.) nach einem Zweikampf mit Leroy Kwadwo (27) im Strafraum zu Boden.
Kurz vor Schluss ging Luca Herrmann (24, r.) nach einem Zweikampf mit Leroy Kwadwo (27) im Strafraum zu Boden.  © IMAGO / foto2press

Logisch, dass da die Meinungen je nach Logo auf den Spieler- und Trainerbekleidungen weit auseinandergingen.

"Gott sei Dank hatten wir einen Schiedsrichter aus der Bundesliga. Da braucht es mehr, um einen Strafstoß zu pfeifen", gab beispielsweise Münchens Coach Maurizio Jacobacci (60) auf der Pressekonferenz zum Besten.

Markus Anfang (49) verzog in diesen Sekunden verwundert sein Gesicht. Schon seine Miene verriet, dass er das anders sah.

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"Gerade von so einem Bundesliga-Schiedsrichter hätte ich mir gewünscht, dass wir die Entscheidung für uns bekommen. Wir reden über Essen, wo der Linienrichter vor dem Gegentor umknickt und die Abseitssituation nicht sieht, wir reden über die Rote Karte dort", erwiderte Dynamos Coach.

Letztlich lässt sich nicht auflösen, ob man in der 92. Minute Elfmeter geben muss oder nicht. Luca Herrmann (24) drang jedenfalls mit seiner vielleicht besten Aktion in den Münchner Strafraum ein, ließ Innenverteidiger Jesper Verlaat (27) aussteigen und kam dann im Zweikampf mit dem früheren Dresdner Leroy Kwadwo (27) zu Fall.

Luca Herrmann ist sich sicher: "Es war ein Elfmeter!"

SGD-Coach Markus Anfang (49) hätte sich gegen die Löwen einen Elfmeter gewünscht.
SGD-Coach Markus Anfang (49) hätte sich gegen die Löwen einen Elfmeter gewünscht.  © Lutz Hentschel

Schiedsrichter Robert Hartmann (44) zeigte auf Weiterspielen an. "Wahrscheinlich war es der Zeitpunkt, wieso er nicht gepfiffen wurde", spekulierte Herrmann.

Er kam im Strafraum zu Fall: "Ja, das ist meine Interpretation. Es ist schwierig und ernüchternd, man kann es aber nicht ändern."

Das vermeintliche Opfer war sich sicher: "Es war ein Elfmeter! Ich bin gar nicht auf den Kontakt aus, weil ich eine super Abschlussmöglichkeit habe. Ich werde an der Schulter runtergezogen und es gibt wohl auch einen Kontakt unten. Es hat sich wie ein klarer Elfmeter angefühlt, das ist schon schade."

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Anfang versuchte, es positiv zu sehen: "Das ist ärgerlich, aber ich habe auch schon mal gehört, dass sich das im Laufe einer Saison ausgleicht."

Titelfoto: IMAGO / foto2press

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