Windischgarsten (Österreich) - Als am Montag das Gerücht auftauchte, dass die Bundesligisten Paderborn und Schalke hinter Ben Bobzien her sind, waren die meisten Dynamo-Fans aller Illusionen beraubt. Das klappt nicht mehr mit Dresden. "Man darf nicht alles glauben", lacht der 23-Jährige. Er ist wieder da.
Für ihn stand relativ früh fest, dass er nur zu Dynamo will. Oder besser gesagt: Dass er nach seinem halben Jahr fest an die Elbe möchte.
Schon am letzten Spieltag der Vorsaison äußerte er, dass er sich das vorstellen könne. Und der Gedanke blieb in der Sommerpause.
Aber eigentlich ging es noch viel früher los: "Ich habe schon nach dem ersten Heimspiel in der Rückrunde gegen Fürth gespürt, was das hier bedeutet. Das war großartig, hat mich mitgenommen. Diese Eindrücke sind geblieben. Es hat hier einfach großen Spaß gemacht", so Bobzien.
Und da prallen dann auch Bundesligisten mit den Anfragen an ihn und seinen Berater ab. Er wollte einfach nur zu Dynamo. Seine Freundin hatte auch nichts dagegen. "Sie hat gesehen, wie glücklich ich das halbe Jahr in Dresden war. Sie will natürlich, dass es so bleibt", lacht der Offensivdribbler.
Zwar hat es noch gedauert, bis sich beide Vereine einig waren. Aber pünktlich zur Abfahrt ins Camp nach Windischgarsten am Donnerstag saß er im Bus. Da waren alle Formalitäten erledigt.
"Jetzt bin ich wieder hier. Ich bin sehr glücklich, dass es geklappt hat, freue mich auf die Mannschaft und die Neuzugänge."
Ben Bobzien trainierte am Freitag erstmals wieder bei Dynamo Dresden
Ben Bobzien bei der Medienzeit im TAG24-Interview
Ben Bobzien will bei Dynamo Dresden an die Rückrunde anknüpfen
Rein auf dem Papier ist er auch ein Neuzugang. "Das ist ein bisschen komisch, aber ich war ja nur eine kurze Zeit weg", grinst er.
Dass er jetzt fest in Dresden ist, hat für ihn nur Vorteile. "Ich muss meine Wohnung nicht mehr so zeitig kündigen", lacht er, spricht aber einen Punkt an, der gar nicht so unbedeutend ist. Er wird sesshaft, muss sich so um die Zukunft keine Gedanken machen.
"Ich habe schon ein halbes Jahr in der Mannschaft gespielt, du kennst die Abläufe, kennst den Großteil der Leute in der Kabine. Du hast nicht mehr die neuen Einflüsse, die auf dich wirken. Es ist alles bekannt, und das ist schön."
Sein Ziel für die Saison ist klar. "Ich möchte helfen, dass es so weitergeht wie in der Rückrunde. Denn die ist mit der Hauptgrund, weshalb ich bleiben wollte. Das Gefüge in der Mannschaft hat gepasst. Zudem hat mir Sören Gonther gezeigt, wie der Plan in den nächsten Jahren aussehen soll. Das hat mir gefallen." Und dass er wieder da ist, gefällt allen im Dynamoland.