K-Block-Sperre: Dynamo gibt sich nicht geschlagen und zieht vors Ständige Schiedsgericht

Dresden - Nach der Auftaktpleite in Nürnberg sinnen Dynamo Dresdens Kicker auf Wiedergutmachung. Das erste Heimspiel am Sonntag gegen Darmstadt wurde dafür schnell auserkoren. Aber wie viele Fans bekommen das live mit?

Dynamo Dresden will nach den Ausschreitungen im Heimspiel gegen Hertha BSC am 4. April dieses Jahres weiter gegen die vom DFB danach verhängte Sperre ankämpfen.  © Sebastian Kahnert, dpa

Das ist noch immer nicht klar! Denn die SGD zieht in die nächste juristische Instanz. Am heutigen Montag hat der Verein fristgerecht Klage gegen das Urteil des Bundesgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beim Ständigen Schiedsgericht eingereicht.

"Wir haben uns bewusst die Zeit nach der Urteilsverkündung genommen, um die weiteren Schritte sinnvoll abzuwägen. Wir verfolgen nunmehr im ersten Schritt die Aussetzung der Vollstreckung der ausgesprochenen Strafe bis zum Abschluss des Schiedsverfahrens, um ordnungsgemäß vor dem Ständigen Schiedsgericht das Urteil des DFB-Bundesgerichts und unsere Rechte überprüft zu bekommen", wird Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39) auf der Vereins-Homepage zitiert.

Bereits am Dienstag soll eine Entscheidung darüber fallen, ob die vom DFB-Bundesgericht ausgesprochene Strafe ausgesetzt wird.

Dynamo Dresden Hausordnung geändert! Das unternimmt Dynamo jetzt gegen Influencer und Vlogger im Stadion

Danach will sich Dynamo äußern, ob die bereits verkauften Tickets für den K-Block weiterhin gültig bleiben oder zurückgegeben werden müssen.

Anzeige

DFB hatte Dynamo Dresden nach den Ausschreitungen gegen Hertha BSC hart bestraft

Dynamo-Geschäftsführer Stephan Zimmermann (39) kämpft im Sinne des Vereins weiter.  © IMAGO / osnapix

Das DFB-Bundesgericht hatte am Freitag das Urteil des DFB-Sportgerichts vom 5. Juni 2026 bestätigt, dass "das nächste auf die Rechtskraft des Urteils folgende Heimspiel" unter Schließung des K-Blocks auszutragen ist.

Ein zweites Spiel wird bis zum 30. Juni 2027 auf Bewährung ausgesetzt. Zudem soll die SGD für die Ausschreitungen aus dem Hertha-Spiel 91.200 Euro Strafe zahlen.

"Wir wollen den Fans ein bisschen was zurückgeben von heute. Klar wollen wir den K-Block dann dabei haben. Am Ende müsste man es akzeptieren", befand Jonas Sterner (24) nach der Niederlage in Nürnberg.

Dynamo Dresden Dynamo-Keeper Schreiber ärgert sich über billige Gegentore

Niklas Hauptmann (30) würde einen Heimspiel-Auftakt ohne mehrere tausend Fans im K-Block alles andere als gut finden: "Geil wäre das nicht", so Dynamos Kapitän. "Aber es ist das erste Heimspiel und ich gehe davon aus, es würde trotzdem gut was los sein."

Mehr zum Thema Dynamo Dresden: