Mit Dynamo bis ins DFB-Pokal-Finale? Raschl weiß, wie das geht!
Dresden - Er kennt es schon, das ganze große Regal: Tobias Raschl (26) weiß, wie sich so ein DFB-Pokal-Finale anfühlt. Mit dem 1. FC Kaiserslautern stand Dynamo Dresdens Mittelfeldspieler im Mai 2024 schon mal drin. Ob er bei der schwarz-gelben Mission aber jetzt schon mithelfen kann, ist eher unwahrscheinlich.
"Das war das Highlight meiner Karriere und was Besonderes. Das war echt ein Megaspiel, aber leider knapp verloren, was es umso ärgerlicher macht", erinnert sich Raschl an die 0:1-Niederlage mit dem damaligen Zweitligisten gegen Bayer Leverkusen.
Der Mittelfeldspieler stand 80 Minuten auf dem Platz, im Halbfinale noch schaltete er - ohne Einsatz - mit dem FCK den 1. FC Saarbrücken um Keeper Tim Schreiber (24) aus: "Das war auch ein Riesenspiel für uns, ein Derby. Und da haben wir ihnen gezeigt, wie man weiterkommt."
Mit Dynamo weiterkommen ist auch die Devise am Sonntag gegen den SV Westfalia Rhynern. Raschl wird nach seiner Sprunggelenksverletzung wohl noch keine Spielminuten bekommen können, auch wenn sie für ihn so wichtig wären.
"Ich bin gesundgeschrieben, wieder voll im Mannschaftstraining. Jetzt tut mir jede Einheit gut. Ich muss aber noch vieles aufholen und auch deswegen nach dem Training noch Läufe machen. Einfach Kilometer sammeln, um wieder in die Spur zu kommen, in der ich war, bevor ich hierherkam", erklärt der 26-Jährige.
Das rät Raschl Dynamo Dresden, um im DFB-Pokal so weit wie möglich zu kommen
Aber: "Diese 100 Prozent bekommst du nur über Spiele. Ich bin auf einem guten Weg. Es wird jetzt noch nicht das nächste oder übernächste Spiel, aber ich bin guter Dinge, wieder Vertrauen in den Fuß zu bekommen und in meine Rolle reinzukommen."
Erst wenn das geschafft ist, will sich Raschl Gedanken über den Konkurrenzkampf im Mittelfeld machen. "Ich kann im Zentrum relativ viel spielen. Aber es geht erst einmal nicht um Konkurrenzkampf, sondern fit zu werden", meint er.
Und wie kommt man jetzt im DFB-Pokal so weit wie möglich? "Von Runde zu Runde zu gucken, wie in der Liga auch. Jetzt am Sonntag die Aufgabe meistern und dann guckt man auf die nächste Auslosung und bereitet sich auf den Gegner vor", stellt Raschl klar.
Und: "Du darfst nie jemanden unterschätzen, egal ob sechste Liga oder weiter unten. Jedes Spiel startet bei 0:0. Wir müssen seriös bleiben und unser Spiel spielen, dann mache ich mir keine Sorgen."
Titelfoto: IMAGO/Kirchner-Media

