Nach Vier-Tore-Remis: Das fordert Dynamo-Coach Stamm von seinen Profis!

Dresden - Wenn Dynamo-Trainer Thomas Stamm (42) nach einem Spiel zur Pressekonferenz erscheint, ist ihm selten anzusehen, wie sein Team gespielt hat. Das war nach dem 2:2 bei der SV Elversberg nicht anders.

Auf der Pressekonferenz nach der Partie in Elversberg fand Thomas Stamm (42) deutliche Worte.
Auf der Pressekonferenz nach der Partie in Elversberg fand Thomas Stamm (42) deutliche Worte.  © imago/Jan Huebner

Seine Mimik verriet nichts. Es war die Schärfe in seiner Stimme und die Betonung einzelner Worte, die zeigten: Der Mann war trotz des Punktgewinns sauer. Dabei hat Stamm seine Herangehensweise geändert. Statt selbst übermäßig viel Ballbesitz zu haben, konzentrierte sich Dresden aufs frühe Pressing, ließ Elversberg spielen, um in den entscheidenden Momenten die Fehler der SVE auszunutzen.

Dresden spielte eine Halbzeit lang so, wie es sonst der Gegner macht. Und das war erfolgreich. Spielerisch nicht ganz so berauschend, dafür abgezockt und clever. Gut so. Trainer und Mannschaft haben dazugelernt.

"Aus der ersten Halbzeit können wir sicherlich Dinge mitnehmen, im Spiel mit Ball und gegen den Ball", sagte Stamm. Aber dann kam die zweite Hälfte.

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In der allgemeinen Kritik der 45 Minuten nach der Pause nahm er sich selbst nicht heraus: "Das ist meine Aufgabe, dass wir bessere Lösungen finden, haben wir nicht und zurecht noch den Ausgleich kassiert", zürnte er.

Daran müssen die Dynamo-Profis jetzt arbeiten

Zur Pause war der Becher beim 42-Jährigen noch mindestens halbvoll.
Zur Pause war der Becher beim 42-Jährigen noch mindestens halbvoll.  © IMAGO/Fussball-News Saarland

"Die ersten fünf bis zehn Minuten waren okay. Danach hattest du keinen Ballbesitz mehr und wenn du keinen Ballbesitz hast, dann hast du keine Gegenpressing-Momente. Dann hast du keine Entlastung. Mir ist es lieber, wir haben Ballbesitz. Von der 55. Minute bis in die Nachspielzeit hatten wir zu wenig. Da müssen wir mutiger werden, müssen zu Lösungen kommen. Daran müssen wir arbeiten. Auch wenn es, Stand jetzt, der Gegner war, der uns inklusive Pokal am meisten gefordert hat", so Stamm.

In der Vorbereitung auf die Partie im Saarland hat er vor den Standards und den späten Toren in dieser Saison von Elversberg gewarnt. Beides ist eingetroffen. "Gegentreffer sind immer ärgerlich. Das zeigt, wie fit die Mannschaft ist", sagte er auf das späte 2:2 der Elversberger bezogen.

"Im Fußball ist es so, dass du nicht nur mit den ersten elf zu Ende spielst, da haben sie eine sehr gute Qualität. Das wirkt sehr geschlossen. Da können wir uns eine Scheibe von abschneiden."

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Ein giftiger Satz, der sehr viel sagt und der indirekt darauf hinweist, dass Dynamo diese eben nicht zu besitzen scheint. Jetzt ist es an seinen Spielern, ihm schon am Sonntag gegen Hannover zu zeigen, dass dem nicht so ist.

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Titelfoto: IMAGO/Fussball-News Saarland

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