Dynamos Niklas Hauptmann: "Wird eine heiße Angelegenheit"

Dresden - Die Bezeichnung "Unterschiedspieler" geht Niklas Hauptmann (27) bei der Eigenbewertung "nicht durch den Kopf", trotzdem ist er für Dynamo genau das. Zum Glück feierte der Mittelfeldspieler schon in München sein Comeback, auch wenn er da schon ordentlich kämpfen musste.

Beim gestrigen Training machten Niklas Hauptmann (27, l.) und seine Dynamo-Kollegen schon wieder einen frischeren Eindruck.
Beim gestrigen Training machten Niklas Hauptmann (27, l.) und seine Dynamo-Kollegen schon wieder einen frischeren Eindruck.  © Lutz Hentschel

"Für die Jungs, die alle drei Spiele gemacht haben, war das noch härter. Aber 90 Minuten aus der Kalten zu spielen, war auch nicht so einfach. Deswegen hat es allen gutgetan, mal durchzuatmen", gibt "Haupe" zu. Ebenso mit einem Augenzwinkern, dass "ein paar Schmerzen zum Fußball dazugehören und ich keine 18 mehr bin".

Doch Dynamos Mann für die besonderen Momente im Spiel nach vorn ist nach seiner kurzen Verletzungspause wieder fit. Er wird zum Topspiel am Sonntag in Ulm gebraucht, auch wenn Hauptmann dort wenig spielerische Elemente erwartet: "Ich kann mir vorstellen, dass das kein Leckerbissen wird. Das wird auch wieder in erster Linie auf Kampf hinauslaufen."

Umso wichtiger sei es, "dass wir dabei auf Augenhöhe sind. Dann schauen wir mal, dass wir unser Spiel durchdrücken. Wir sind uns im Klaren darüber, dass es ähnlich wie in Lübeck eine heiße Angelegenheit wird."

"Schmerzen gehören zum Fußball dazu", sagt Niklas Hauptmann - er muss es wissen ...
"Schmerzen gehören zum Fußball dazu", sagt Niklas Hauptmann - er muss es wissen ...  © IMAGO/Lackovic

"Haupe" gibt sich bescheiden

Auch in München musste Niklas Hauptmann einiges einstecken.
Auch in München musste Niklas Hauptmann einiges einstecken.  © imago/eibner

Gegen Halle und in München tat sich Dynamo schwer, wirklich zwingende Aktionen nach vorne zu kreieren. "Das hätte man besser machen müssen", erklärt auch Hauptmann. "Das Zwingende nach vorne hat gefehlt. Da hat man gemerkt, dass die Kräfte am Ende sind."

Die sollten nach zwei freien Tagen und vier Tagen Vorbereitung auf den Sonntag wieder da sein. Müssen sie auch, denn das zweitbeste Heimteam der 3. Liga (hinter Dynamo) wird den Schwarz-Gelben keinen roten Teppich ausrollen.

Es wird ungemütlich werden im mit 17000 Fans ausverkauften Donaustadion. "Wir sind Dynamo Dresden. Wenn wir irgendwo hinfahren, dann merkst du auf den Rängen und auf dem Platz, dass das für alle Beteiligten ein besonderes Spiel ist. Unser Anspruch ist, dann trotzdem unser Spiel aufzuziehen und zu gewinnen", erklärt Hauptmann.

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Respekt vor dem Gegner hat der 27-Jährige dennoch: "Die 20 Punkte sprechen für sich. Allgemein beim Aufsteiger, Traditionsmannschaft und ein volles Stadion, da wissen wir, dass das unangenehm wird. Sonst hätten die nicht so viele Punkte."

Am Ende wird es auch wieder auf seine genialen Momente ankommen.

Doch "Haupe" gibt sich lieber bescheiden: "Es liegt nicht an mir allein, ob wir gut spielen oder nicht. Dafür ist es ein Mannschaftssport. Das wäre zu viel für mich, wenn man sagt, dass ich für irgendwas ausschlaggebend bin!"

Titelfoto: Bildmontage: IMAGO/Lackovic,

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