Schreibt Dynamo-Keeper Schreiber im DFB-Pokal eine neue Erfolgsgeschichte?
Dresden - Pokalerfahrung? Hat er! Geht es für Dynamo Dresden in den DFB-Pokal, dann ist Tim Schreiber (24) immer ein willkommener Gesprächspartner. Schließlich ist der Keeper 2024 mit dem Drittligisten 1. FC Saarbrücken sensationell bis ins Halbfinale eingezogen.
Was dort passierte, das hat Dynamos Schlussmann "verdrängt", wie er mit einem schelmischen Grinsen feststellt. Denn kurz zuvor, mit ihm in Hörweite, musste schon Kollege Tobias Raschl (26) - damals noch mit Kaiserslautern Halbfinalgegner - über diese Partie reden. "Tobi hat schon recht, für Lautern war es natürlich toll. Es war auf jeden Fall ein Moment in meiner Karriere, der mir trotzdem sehr viel gegeben hat", gibt Schreiber zu.
Beim ersten von zwei Gegentoren sah der Keeper damals nicht gut aus, bekam den Ball durch die Beine. "So schnell kann es dann eben auch gehen, vom Held zum Depp als Torwart. Aber es hat mir trotzdem sehr viel mitgegeben für meine Karriere. Es war für uns mit Saarbrücken ein sehr langer und sehr emotionaler Weg", so der 24-Jährige.
Jetzt aber soll es mit Dynamo so weit wie möglich gehen. Bei allem Respekt, der Einzug in Runde zwei am Sonntag beim Regionalligisten Westfalia Rhynern ist Pflicht, auch wenn Schreiber das so nicht unterschreiben will.
Dynamo Dresdens Schreiber warnt vor Westfalia Rhynern
"Das merkt man ja gefühlt in jeder Runde, dass irgendwo etwas Vogelwildes passiert. Wir hoffen mal, dass bei uns nichts Vogelwildes passiert und dass wir das Ding am Wochenende gut auf unsere Seite lenken können. Aber wir müssen auf alles vorbereitet sein, weil der DFB-Pokal schreibt seine eigenen Gesetze."
Der Plan soll es also sein, das Spiel "so schnell wie möglich auf unsere Seite zu lenken", meint der Keeper. "Es ist manchmal so, dass Bundesligisten einen anderen Fußball spielen und es schwer haben, mit viel Kampf und Leidenschaft klarzukommen. Die zweite Liga ist auch etwas anderes als die Regionalliga. Wir müssen einfach versuchen, das anzunehmen und das Spiel zu dominieren. Solange wir nicht den Gegner ins Spiel kommen lassen, wird es schon gut gehen."
Schreiber will da natürlich seinen Teil beitragen - sofern er denn spielt. Denn im Pokal wird gern mal der Keeper getauscht - auch wenn Coach Thomas Stamm (43) nicht unbedingt bekannt dafür ist.
"Das ist natürlich die gleiche Frage wie vor dem ersten Spieltag. Ich bereite mich so vor, als wenn ich spielen würde. Das verrät dann der Trainer bestimmt", wiegelt Dynamos Nummer eins ab.
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Titelfoto: Lutz Hentschel
