Trotz Anfragen: Darum kommt ein Dynamo-Abgang für Christoph Daferner nicht infrage

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Windischgarsten (Österreich) - Christoph Daferner ruht in sich, ist locker drauf, lacht. Kein Wunder. Als Dynamo in Großenhain gegen Kassel spielte, wurde er zum zweiten Mal Vater. Es ist ein Mädchen. "Alle sind wohlauf, allen geht's gut", sagt er mit einer großen Portion Gelassenheit. Diese zeichnet den 28-Jährigen aus.

Mit einem Wechsel im Sommer hat sich Christoph Daferner (28) nie wirklich beschäftigt.
Mit einem Wechsel im Sommer hat sich Christoph Daferner (28) nie wirklich beschäftigt.  © Picture Point / Gabor Krieg

"Dafi" geht in seine fünfte Saison bei Dynamo. In der Rückrunde war er Reservist, Vincent Vermeij (31) war gesetzt. "Er hat das gut gemacht", zollt er seinem Mitspieler Respekt. Von Verdruss ist dabei keine Spur.

Dennoch gab es in der Vorbereitung immer wieder Gerüchte, er wolle wechseln. Zum Beispiel hätten die Drittligisten aus Essen und Duisburg angeklopft. "Ich wurde ab und zu mal gefragt. Solche Dinge werden in der Sommerpause schnell mal aufgebauscht. Aber für mich hat das Ganze ehrlich gesagt keine Rolle gespielt und war auch nicht in meinen Gedanken", wollte er nicht weg.

Den Grund liefert er gleich hinterher: "Natürlich bin ich ein ehrgeiziger Typ. Jeder von uns will gerne 90 Minuten spielen, ist doch völlig klar. Aber wie gesagt, ich gehe jetzt in meine fünfte Saison bei Dynamo. Das ist auch ein Fakt. Und da weiß man dann, glaube ich, was man aneinander hat - sowohl der Verein als auch ich selber. Ich fühle mich total wohl."

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In der Vorbereitung geht alles von vorn los, jeder beginnt bei null. Daferner will darum kämpfen, dass er wieder öfter spielt.

Im Trainingslager hängt sich Christoph Daferner auch für mehr Einsatzzeit rein. Weg wollte er aber trotzdem nicht.
Im Trainingslager hängt sich Christoph Daferner auch für mehr Einsatzzeit rein. Weg wollte er aber trotzdem nicht.  © Picture Point / Gabor Krieg
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Christoph Daferner hat verstanden, wie Dynamo Dresden tickt

Christoph Daferner gehört mittlerweile zu den Dienstältesten bei Dynamo. Sein Wissen gibt er auch gern weiter.
Christoph Daferner gehört mittlerweile zu den Dienstältesten bei Dynamo. Sein Wissen gibt er auch gern weiter.  © Picture Point / Gabor Krieg

Er erinnert sich dabei an 2020, als er erstmals nach Dresden kam. "Da war ich Stürmer Nummer drei oder vier. Markus Kauczinski hat mir damals die Chance gegeben. Dann hat es sich entwickelt. Fußball kann man nie voraussagen."

Er schoss damals Dynamo zurück in die 2. Liga, traf auch wie schon in der Aufstiegssaison zweistellig. "Jetzt hilft nur hart arbeiten, sich anbieten und dranbleiben", so der Stürmer.

Mittlerweile gehört er zu den Dienstältesten in Schwarz und Gelb. Er weiß, wie der Verein und das Umfeld ticken. Das kann helfen, vor allem was die Neuzugänge betrifft. Da steht er mit Rat und Tat zur Seite.

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"Ich glaube schon, dass ich das kann. Es ist immer gut zu wissen, wieso reagieren die Fans bei manchen Sachen so und bei anderen Sachen so. Wann kommt Euphorie auf, wann Tristesse? Es ist wichtig zu verstehen, wieso es hier vielleicht anders ist als an anderen Standorten", sagt Daferner.

Und das will er weitergeben, am besten auf dem Feld. Zu seinen 53 Toren bisher sollen weitere dazukommen. Aber alles mit einer Portion Gelassenheit.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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