Viel Druck für den Dynamo-Coach, Trainer-Kollege wird hellhörig: "Hast du die Übung für mich?"

Dresden - Da war ordentlich Druck auf dem Kessel! Nicht nur in den Sozialen Medien rüttelten zuletzt einige am Stuhl von Thomas Stamm (43). Der Coach von Dynamo Dresden blieb ruhig, machte sein Job - wie auch seine Mannschaft.

Rund um Dresden gab es viele Diskussionen Thomas Stamm (43), doch sein Team gab die richtige Antwort.  © Lutz Hentschel

"Das ist auf keinen Fall ein Thema bei uns", machte Robert Wagner (23) nach dem 3:0-Erfolg gegen Greuther Fürth klar.

Auch Ben Bobzien (23) bestätigte, dass die Trainerdiskussion die Mannschaft "eher wenig" beschäftigte: "Wir sind sehr in uns mit der Mannschaft und versuchen, so weit es geht das Meiste auszublenden, was außen herumgeredet wird. Wir versuchen, auf dem Platz unser Möglichstes zu geben."

Der 23-Jährige - mit einem Tor und einer Vorlage einer der Matchwinner vom Freitagabend - erklärte auch, wie das geht.

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"Auf uns fokussieren, in der Mannschaft immer eine gute Stimmung haben, jedes Training rausgehen und uns verbessern. Wenn du in der Gruppe bleibst mit dem Kopf, dann schweift man nicht ab, und das ist immer gut so."

Im täglichen Training wurde weiter und hart an den Defiziten gearbeitet, als Gruppe und nicht nur einmal am Tag - wie es von manchen unzufriedenen Fans zuletzt im Netz behauptet wurde.

Gearbeitet wurde scheinbar so effektiv, dass sogar Fürths Trainer hellhörig wurde.

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Thomas Stamm will, dass sein Team weniger Chancen zulässt

Greuther Fürths Trainer Heiko Vogel fragte bei Dynamo-Coach Stamm nach, wie sein Team das mit der Effektivität hinbekommen hat.  © DPA/Robert Michael

"Hast du die Übung für mich, wie wir das trainieren können? Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit", unterbrach Heiko Vogel (50) Gegenüber Stamm auf der Pressekonferenz nach dem Spiel, als er gerade erklärte, ob seine Mannschaft beim dritten Saisonsieg das notwendige Glück auf seiner Seite hatte.

Denn die ersten beiden Tore von Wagner und Bobzien wurde beide von Hendry Aron Blank unhaltbar für Fürths Keeper abgefälscht.

"Vielleicht", meinte Stamm: "Vor ein paar Wochen hieß es, wir müssen mehr schießen. Das haben wir uns zu Herzen genommen. Wir kriegen in Hannover das 1:1, haben eine super Reaktion mit dem Pfostenschuss von Alexander Rossipal. Da kannst du direkt wieder in Führung gehen. Da hatten wir das nicht, diese Woche hatten wir es."

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Für den Schweizer hat der Erfolg weniger etwas mit Glück, als mit Arbeit, Vehemenz und den richtigen Entscheidungen zu tun.

"Diese Liga ist so ausgeglichen, da brauchst du solche Momente. Das Timing, wann machst du die Tore, die Effizienz, braucht fast jede Mannschaft", erklärte er: "Ich würde nicht von Glück sprechen, sondern von einer zielstrebigen Art im letzten Drittel. Dann wird auch immer mal ein Ball abgefälscht."

Und eine Aufgabe für die nächsten Wochen hat der Coach trotzdem noch: "Wir müssen noch weniger zulassen."

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