Vor 15 Jahren begann alles bei Dynamo: Letzte Fußball-Rückkehr nach Dresden für Toni Leistner?
Dresden - Im Hinspiel beim 2:0-Sieg der Hertha lieferte er eine piekfeine Leistung ab. An Toni Leistner (35) kam kein Dynamo vorbei. Nach den einseitigen 90 Minuten am 1. November 2025 im Olympiastadion ließ sich der gebürtige Dresdner zu einer Spitze gegen die SGD hinreißen: "Viele Grüße an die Trainer, die mich nicht haben wollten in Dresden." Am Samstag kehrt der 35-Jährige zurück.
Vielleicht zum letzten Mal in seiner Laufbahn, sein Vertrag bei der Hertha läuft aus. Wie es weitergeht, ist noch offen.
Eine Chance, doch noch mal für Dynamo aufzulaufen? "Das mache ich auf keinen Fall. Ich bin kein großer Fan von Rückholaktionen. Da kann man sich viel verbauen. Die Fans sollen mich einfach in guter Erinnerung behalten", sagte er in einem Interview mit der MOZ. Die Hertha, so erklärte er, wird auf alle Fälle sein letzter Verein sein.
Möglich ist auch, dass er in Berlin noch ein Jahr ranhängt. "Aktuell würde ich sagen, ich könnte noch weiterspielen. Aber ich habe das mit dem Verein so kommuniziert, dass wir das immer erst am Saisonende besprechen. Das ist fair für beide Seiten. Dann setzen wir uns an einen Tisch und reden ehrlich miteinander."
Er geht es offen an, will sich jetzt noch nicht festlegen. Lust hätte er aber wohl noch. "Es gibt bisher kein Alter, bei dem ich sage, da ist Schluss. Ich trage die 37 auf dem Rücken, vielleicht ist das ja das Alter, mit dem ich aufhören sollte."
Toni Leistner startete seine Profikarriere vor 15 Jahren bei Dynamo Dresden
Aber auch nach seiner Karriere wird er nicht nach Dresden zurückkommen. Er ist mit seiner Frau und den drei Kindern in Potsdam heimisch geworden.
"Wir sind hier in Potsdam die ersten zwei Jahre absolut glücklich und haben alles, was wir uns immer vorgestellt haben. Und nach dem Hauskauf haben wir dann entschieden, dass das unser Lebensmittelpunkt wird", so Leistner.
Aber jetzt kommt er erst einmal an den Ort zurück, an dem seine Profi-Laufbahn vor fast genau 15 Jahren begann. Am 23. April 2011 wurde er beim Drittligaspiel gegen Unterhaching (4:0) nach 76 Minuten für Florian Jungwirth eingewechselt und feierte am Ende der Saison den Aufstieg in die 2. Liga.
Insgesamt 21 Spiele bestritt er für Schwarz-Gelb. Die SGD wird versuchen, dass Leistner diesmal keine Spitzen verteilen kann. Auch er wird wissen: Die Dynamos sind besser drauf als noch im November.
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Titelfoto: Bildmontage: Anke Waelischmiller/dpa, Lutz Hentschel

