Aue - Beim Pflichtspielauftakt im DHB-Pokal drehte der HC Elbflorenz gerade defensiv schon richtig im Erzgebirge auf - und sicherte sich mit einem letztlich ungefährdeten 38:25 (21:15)-Sieg im Sachsenderby den Einzug in die zweite Runde.
"So sehen Sieger aus" und "Derbysieger" schallte es von den knapp 100 Gäste-Fans nach dem Spiel, die mit ins Lößnitztal gereist waren. Die sahen ein Spiel, bei dem in den Zweikämpfen richtig Feuer drin war. Ein Beispiel: Das Duell zwischen Paul Bones und Anton Preußner. Das Trikot des EHV-Rückraumspielers überstand die Reißprobe des Dresdners nicht, musste schon nach wenigen Minuten ausgetauscht werden.
"Es ist Derby und jeder hatte Bock", sagte Preußner zum Auftritt seines Teams: "Wir wollen uns über die Defensive definieren. Wenn da die Emotionen stimmen, dann ist der Rest ein Selbstläufer."
Sein beherztes Zupacken, aber auch Aktionen wie die Steals von 2,12-Meter-Krake Daniel Blaha oder beim Boden-Ballkampf, den Viktor Petersen Norberg für sich entschied (28. Minute), gaben die Richtung des Spiels vor. Zudem verteidigten die Dresdner im Block viel konsequenter als der Drittligist.
Auf Pokal-Überraschung hatten die Elbestädter gar keinen Bock. Die 21:15-Pausenführung passte dazu.
Ausverkauft war die "Erzgebirgshölle" mit 1150 Zuschauern nicht. Die, die da waren, meldeten sich aber nach der Roten Karte gegen Bones für einen Gesichtstreffer bei Preußner (38.) noch mal mit einem Pfeifkonzert an - am Spielausgang änderte das aber nichts mehr. Endgültig den Deckel drauf auf das Sachsenduell machte Norberg zum 33:23 (51.).
"Glückwunsch zum völlig verdienten Sieg", richtete EHV-Coach Uwe Jungandreas seine Gratulation in Richtung Gäste-Trainer André Haber: "Das Derby anzunehmen, das war der entscheidende Punkt."