Anders als beim Hinspiel-Remis! Ferndorf soll für HCE kein Stolperstein werden
Kreuztal - "Stolpersteine gibt es in dieser Liga überall", findet Rico Göde (43) vor dem Auswärtsspiel am Freitag beim TuS Ferndorf (19.30 Uhr). Ausdrücklich den kommenden Gegner meinte der Sportliche Leiter des HC Elbflorenz damit eigentlich gar nicht - aber irgendwie doch.
Die Aussage spielte eher auf das gesamte Restprogramm an. Nicht nur das seines Teams, sondern auch das der Kontrahenten aus Bietigheim und Balingen im Rennen um die vorderen beiden Plätze.
"Du kannst zu jeder Mannschaft fahren und es kann nicht so laufen, wie man sich das vorstellt", unterstreicht der ehemalige Kreisläufer. Um dann eben doch konkret beim heutigen Duell in Kreuztal zu sein: "Die Sporthalle Stählerwiese ist sehr speziell. Sehr eng."
Zwar passen nur 1400 Fans in die Halle des Tabellenvierzehnten. Dafür gehen die Ränge fast unmittelbar bis zum Spielfeld. Und mit mehr als 95 Prozent Auslastung haben die Ferndorfer den besten Schnitt der Liga.
HCE kam im Hinspiel nicht über ein Remis hinaus
"Es ist ein Spiel, wo du denen nie den Finger geben solltest", weiß Göde deshalb, spricht aber auch mit der Erfahrung des Hinspiels. Da führten seine Jungs nicht einmal vier Minuten vor Spielende 33:30. Am Ende stand trotzdem nur ein Unentschieden.
"Ferndorf ist eine Mannschaft, die nie aufhört mit Kämpfen. Wir haben das erlebt im Heimspiel, wo Ferndorf genau diese Qualität und Moral nachgewiesen hat, obwohl wir das Spiel zwischenzeitlich schon richtig im Griff hatten", erinnert sich Coach André Haber (39): "Oft ist es so, dass sie sich durch ihre kämpferische Moral in ihrer Abwehrarbeit, in ihrer Körperlichkeit immer wieder ins Spiel reinkrallen."
Mit Krallen kennen sich die Tiger eigentlich bestens aus. Inwiefern das ein Vorteil ist, zeigt sich Freitagabend.
Titelfoto: Matthias Rietschel