Mit überragendem Preußner: HCE gewinnt letztes Auswärtsspiel der Saison
Großwallstadt - Zum letzten Mal in dieser Saison waren die Handballer des HC Elbflorenz auswärts gefordert. Beim TV Großwallstadt feierten sie einen verdienten 33:29 (15:12)-Erfolg - und machten damit einen großen Schritt in Richtung Platz drei.
Im Fernduell mit Potsdam um den Bronze-Rang legten die Dresdner vor, haben aktuell drei Punkte mehr. Gewinnen die Brandenburger Samstagabend in Bietigheim nicht, ist Platz drei so gut wie sicher.
Die ersten guten Nachrichten gab es aus HCE-Sicht in Großwallstadt aber schon vor Anwurf: Doruk Pehlivan, Lukas Wucherpfennig und Robin Cantegrel, die allesamt den Heimsieg am Montag gegen den TSV Bayer Dormagen verpassten, tauchten wieder im Spieltagskader auf.
Mindestens ein Dresdner fand auch perfekt ins Spiel. Anton Preußner, der im ersten Abschnitt überragende sechs Tore aus sechs Würfen erzielte und insgesamt sogar zehn Mal traf, brachte die Elbestädter erstmals plus drei in Führung (9:6, 16.).
Komplett zufrieden war Coach André Haber trotzdem nicht. "Wir kleckern im Angriff. Der Ball ist super im Spiel, wir verteidigen vernünftig. Aber lasst weiter laufen. Ball raus, laufen, bestrafen", forderte er beim Timeout (24. Minute) von seinem Team, das in dieser Phase fünf Angriffe ohne eigenes Tor blieb.
Was der Coach auch monierte: Seine Tiger sollten aufs Tempo drücken. Der Grund? Dem Gastgeber fehlten mit nur neun Feldspielern die Wechselmöglichkeiten. Für die Dresdner die Chance das Spiel über die eigene Intensität für sich zu entscheiden.
Bis zur Pause klappte das nur in Teilen.
HC Elbflorenz bleibt auch im zweiten Durchgang besser
Mit einem Schreckmoment ging's im zweiten Abschnitt los: Preußner jagte seinen Abschluss, bedingt durch Gegnerkontakt, in die zweite Etage (34.). Der Ball landete im Gesicht einer Zuschauerin. Nach kurzer Unterbrechung konnte aber weitergespielt werden.
Potenzial zur Vorentscheidung lieferte Pehlivan. Zweimal klaute er den Unterfranken den Ball - Julius Dierberg und Preußner blieben frei vorm Tor eiskalt - 21:16 (39.).
Am Sieg änderte auch nichts, dass der Türke zehn Minuten später nach seiner dritten Zwei-Minuten-Strafe folgerichtig die Rote Karte bekam.
Den endgültigen Deckel machte der Kapitän drauf. Sebastian Greß traf zum 30:25 (54.).
Titelfoto: Lutz Hentschel

