Bei Derbypleite: Trainer des HC Elbflorenz platzt der Kragen

Dresden - Der Nachwuchs des HC Elbflorenz zeigte am frühen Nachmittag wie es geht: Per Buzzer Beater sicherte sich die B-Jugend der Dresdner Handballer den Sieg im Sachsenderby gegen den SC DHfK Leipzig. Im ersten Derby in der zweiten Liga wollten die großen Tiger nachziehen, brachten beim 35:37 (14:18) stattdessen ihren Trainer zum Toben.

Timo Löser (26, 2.v.r) und seine Kollegen trafen im Angriff zu häufig die falsche Entscheidung.  © Lutz Hentschel

"Ist das euer scheiß Ernst?", platzte es in der Auszeit nach dem vorentscheidenden 23:31 (47. Minute) aus HCE-Coach André Haber. Alles von seiner Wutrede war über das DYN-Mikro aber gar nicht zu verstehen, so sehr schäumte der 40-Jährige.

Nach Plan lief die Partie nur für die Messestädter. "Hurra, Hurra, die Leipziger sind da", schallte es vorm Anwurf aus dem Gästeblock.

Auf der Platte galt das vor allem für DHfK-Torhüter Tomas Mrkva, der bereits zur Pause auf acht gehaltene Bälle kam.

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Aber nicht nur der Tscheche stand den Dresdnern häufig im Weg, auch sie selbst kamen gerade offensiv nicht in den Flow ihrer ersten Saison-Auftritte.

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HCE-Coach André Haber (40) war fassungslos.  © Lutz Hentschel

Bezeichnend: In doppelter Überzahl wollte Julius Dierberg per Kempa Ivar Stavast mitnehmen, fand ihn mit seinem Anspiel aber nicht. Im nächsten Angriff lief der Niederländer etwas zu plump in die Abwehrreihe und bekam das Offensiv-Foul gegen sich.

Aktionen wie diese leisteten sich die Hausherren zu häufig. Und genau damit brachten die Tiger ihren Coach verständlicherweise zum Ausrasten.

"Wir sind irgendwie in das Spiel reingestolpert. Das ist nicht das, was wir können. Das war eines Top-Spiels nicht würdig", fasste Oliver Seidler vor allem den schwachen Start treffend zusammen.

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Denn hintenraus kämpften er und sein Team. Die Hypothek von zeitweise minus acht Rückstand war allerdings zu groß. Näher als beim letzten Treffer der Partie zum 35:37 durch Nils Fuhrmann kamen die Dresdner nicht mehr ran.

Verdient durften deshalb die Leipziger "Derbysieger, Derbysieger" in der mit 2704 Zuschauern ausverkauften BallsportARENA grölen.

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