HCE feiert gegen Ferndorf aus mehreren Gründen
Ferndorf - "Wir müssen sofort da sein. Ich glaube, das wird wichtig, um zu vermeiden, dass hier richtig Stimmung aufkommt", warnte mit Julius Meyer-Siebert vor dem Spiel bei TuS Ferndorf einer am Dyn-Mikrofon, der es wissen muss. Beim 35:28 (17:14)-Sieg ging dieser Plan bestens auf und Stimmung gab's vor allem bei den Dresdnern - aus mehreren Gründen!
Der Rückraum-Riese verbrachte die vergangene Saison bei den Kreuztalern. Und ist deshalb mit der besonderen Atmosphäre in der "Stählerwiese" bestens vertraut.
Auffällig erfolgreich bei den Tigern: die Steals. Immer wieder spritzten die Sachsen in die Pässe des Gegners - und hatten im Anschluss freie Bahn Richtung Tor.
Mit drei Toren plus ging's in die Kabinen. "Die Spiele früh zu töten", gab Meyer-Siebert vor Anwurf vielleicht etwas martialisch als Ziel aus.
Im Anschluss schob er noch nach: "Dem Gegner nicht die Möglichkeit geben, nochmal zurückzukommen."
HC Elbflorenz zieht erneut im zweiten Abschnitt davon
Kurz nach dem Seitenwechsel war es dann in der Manier der vergangenen Wochen soweit!
Viktor Petersen Norberg nagelte den Ball aus dem Rückraum zum 25:20 unters Tordach. Der herausragende Sebastian Greß bestrafte wenige Sekunden später einen technischen Fehler der Gastgeber (45. Minute) und sorgte zum Abschluss des 5:1-Laufs für die Vorentscheidung.
Ein Name, der auf dem Spielbogen bei den Dresdnern überraschend fehlte, war Marino Mallwitz. Allerdings reiste der Torhüter aus dem wohl besten Grund nicht mit zum Auswärtsspiel: Der 30-Jährige ist Papa geworden.
Sportlich half auch sein Vertreter Oliver Sandin beim Erfolg mit, parierte drei Würfe aus dem Feld und einen Siebenmeter im zweiten Abschnitt.
Nur folgerichtig gab es für die Sachsen noch mehr Anlass zur Freude: Durch den achten Saisonsieg im neunten Spiel bleiben die Tiger Spitzenreiter.
Titelfoto: Mathias M. Lehmann

