Spannung bis zur letzten Sekunde: HCE lässt Punkte in Nordhorn liegen

Nordhorn - Bei einem der Top-Teams der 2. Handball-Bundesliga, der HSG Nordhorn-Lingen, kassierte der HC Elbflorenz einen herben Dämpfer im Aufstiegskampf! Dabei hatten die Dresdner bei der knappen 31:32 (16:18)-Schlappe bis zur letzten Minute alles in der eigenen Hand.

Doruk Pehlivan (27, M.) erlebte bei der HSG Nordhorn-Lingen einen Abend zum Vergessen.
Doruk Pehlivan (27, M.) erlebte bei der HSG Nordhorn-Lingen einen Abend zum Vergessen.  © Mathias M. Lehmann

"Jetzt sind wir genau da, wo wir hin wollen", sagte André Haber im Timeout wenige Minuten vor Ende und schob hinterher: "In der Crunchtime und wie oft haben wir das schon gut gemacht?" Nur an diesem Freitagabend reichte es eben nicht mehr, die Partie noch in die eigene Richtung zu biegen.

Nach Plan lief aber schon der Auftakt in den 25. Spieltag nicht. Doruk Pehlivan (27) fand gar nicht ins Spiel: zwei Abschlüsse gingen nicht rein, dazu ein Griff in den Arm von Gegenspieler Christian Wilhelm (23). Die Konsequenz: 2-Minuten-Zeitstrafe und Siebenmeter, den die Gastgeber zum ersten Dresdner Rückstand nutzten (2:3, 5. Minute).

Ihren Rhythmus fanden die Tiger lange nicht, was Haber (39) richtig auf die Palme brachte. Denn das Spiel - HCE verkürzt auf minus zwei, Nordhorn trifft im Gegenzug und stellt den alten Abstand wieder her - wiederholte sich eine Viertelstunde (11:14, 23.).

Dank Kraken-Duo im Tor: HCE schlägt Coburg
HC Elbflorenz Dank Kraken-Duo im Tor: HCE schlägt Coburg

Über den doppelten Lauro Pichiri (21) und einen Überraschungs-Moment durch offensive Deckung glichen die Sachsen zwar aus (14:14, 25.), mit Hausaufgaben für den zweiten Durchgang ging es aber trotzdem zum Pausentee.

HC Elbflorenz lässt Chancen in der Crunchtime aus

Vom Siebenmeter-Strich blieb Julius Dierberg (33) tadellos, versenkte alle acht Versuche. Aus dem Feld leistete er sich in der entscheidenden Phase allerdings zwei Fehlwürfe.
Vom Siebenmeter-Strich blieb Julius Dierberg (33) tadellos, versenkte alle acht Versuche. Aus dem Feld leistete er sich in der entscheidenden Phase allerdings zwei Fehlwürfe.  © Mathias M. Lehmann

Für den 23:23-Ausgleich sorgte Dresdens bester Torschütze in Nordhorn: Julius Dierberg (33) war nach einer Parade von Luca Tschentscher (22) hellwach und machte die Partie wieder komplett auf.

Und auch wenn nach einem Steal des Linksaußen Louis Bensch (20) die Führung verpasste - der HCE war drin (42.).

Das Problem: In der Schlussphase blieb Mister 100 Prozent doch nicht fehlerfrei. Dierberg, der acht von acht Versuchen aus Siebenmetern verwandelte und bis dahin beide seiner Feldwürfe traf, scheiterte zweimal (57. & 60.).

Letztes Top-Duell der Saison! HCE kommt mit Kracher aus der Pause
HC Elbflorenz Letztes Top-Duell der Saison! HCE kommt mit Kracher aus der Pause

Sebastian Greß' (31) Treffer mit der Schlusssirene war nur noch Kosmetik.

Titelfoto: Mathias M. Lehmann

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