Torhüter-Duo brilliert: HCE marschiert einfach weiter

Dresden - André Haber hatte es vor der Partie gesagt: "Wir spielen nicht in der Semperoper." Ein Drama erlebten aber nur die Gäste aus Emsdetten, und das im zweiten Akt. Denn da krallten sich die Tiger des HC Elbflorenz dank einer krassen Leistungssteigerung den am Ende völlig verdienten 33:27 (16:16)-Erfolg und feierten den neunten Saisonsieg.

Eine Bank im Kasten: Marino Mallwitz (30, M.) war zwischenzeitlich nicht zu überwinden.  © Matthias Rietschel

Wie so häufig in dieser Spielzeit überrollten die Dresdner den Gegner zum Start des zweiten Durchgangs förmlich. Denn da lief anders als im ersten Abschnitt alles. Vom ausgeglichenen Pausenstand schraubten sich die Tiger auf 30:21 davon.

Mitverantwortlich dafür: Der frischgebackene Papa Marino Mallwitz, der nach seiner Einwechslung neun Paraden beisteuerte.

"Vielleicht auch ein bisschen. Also ich nehme das immer als Motivation, wenn ich für meine jetzt kleine Familie Gutes leisten kann", sagte Mallwitz zu seinem Extra-Schub, der mitentscheidend für den sechsten Sieg in Serie war.

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"Und es macht mir dann natürlich umso mehr Spaß, wenn es auch noch klappt, dass man drei Siebenmeter hält und dem Team was mitgeben kann, um das Ding zu ziehen", freute sich der 30-Jährige.

In Hälfte eins taugte sein Torhüter-Kollege zum Alleinunterhalter: Ebenfalls herausragende neun Paraden zeigte Robin Cantegrel.

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HC Elbflorenz fehlt nur im ersten Abschnitt Wurfqualität

Gemeinsam mit den 2002 Fans in der BallsportARENA jubelten die Dresdner über den neunten Saisonsieg.  © Matthias Rietschel

Das Problem: Der Gäste-Torhüter war vor allem in der Schlussphase des ersten Abschnitts genauso gut aufgelegt wie seine Gegenüber.

"Vielleicht hat ein bisschen die Wurfqualität gefehlt", mutmaßte Mallwitz zur Abschlusseffizienz: "Aber ich glaube, es war eher die Wurfauswahl. Gerade in der ersten Halbzeit waren viele Würfe aus dem Rückraum dabei."

Beispielsweise scheiterte Kapitän Sebastian Greß schon in der Anfangsphase zweimal mit seinen Unterarmwürfen. Und weil die Dresdner insgesamt zu viel liegen ließen, ging es mit einem Unentschieden in die Kabinen.

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Doch weil es danach lief, wie es in dieser Saison immer läuft und die Tiger mit einem 9:1-Lauf auf 30:21 davonzogen, nahm der souveräne Heimsieg Form an.

Den absolut verdienten Sonder-Applaus der Fans holte sich Marino Mallwitz ab. Nach seinem dritten gehaltenen Siebenmeter innerhalb von fünf Minuten rasteten alle in der Halle völlig aus.

Ganz nach dem Geschmack von Haber mit reichlich Jubel und Emotionen auf der Platte und von den Rängen - inklusive "Mallwitz"-Sprechchören.

Damit verabschiedet sich der HC Elbflorenz nicht nur als Tabellenführer in die Länderspielpause, sondern steht auch mit mindestens zwei Punkten Vorsprung auf den ersten Verfolger da.

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