Leipzig - Im mitteldeutschen Derby beim Dessau-Roßlauer HV kassierten die Messestädter am Samstagnachmittag eine bittere 33:36-Niederlage. Für den SC DHfK Leipzig, der sich den direkten Wiederaufstieg auf die Fahnen geschrieben hat, ist es bereits die zweite Pleite in der 2. Bundesliga - und das am neunten Spieltag.
Trotz eines denkbar schlechten Starts bewies das Team von Cheftrainer Frank Carstens (55) Moral: Die Leipziger kämpften sich zurück in die Partie und drehten nach der Pause zwischenzeitlich sogar das Spiel. Am Ende behielt Dessau in einer umkämpften Schlussphase jedoch die Oberhand.
Besonders bitter war der Nachmittag für Leipzigs Fritz-Leon Haake (22). Ausgerechnet bei der Rückkehr zu seinem Ex-Verein, in dessen Reihen auch noch sein älterer Bruder mit auflief, gab es auf der Platte nichts zu holen.
Dabei war den Sachsen klar, worauf sie sich einlassen: "Wir wussten, dass es hier heiß hergeht, aber haben den Start komplett verpennt", sagte Haake sichtlich bedient nach dem Abpfiff am Dyn-Mikrofon. "Wir haben es nicht hinbekommen, das Tempospiel von Dessau zu unterbinden. Da müssen wir alle mehr machen, um da besser auszusehen."
Mit Blick auf die am kommenden Wochenende (Sonntag, 1. November, 17 Uhr) anstehende Partie gegen TV 05/07 Hüttenberg sagte der 22-jährige Rückraumspieler: "Wir müssen weitermachen und die Köpfe oben behalten. Wir müssen jedes Spiel als Finalspiel angehen - wir können uns nicht mehr viele Fehltritte leisten!"