Magdeburg - Mit einem spektakulären 36:32-Sieg im Topspiel gegen die Füchse Berlin holt der SC Magdeburg den zweiten Ligasieg in Folge. Die SCM-Akteure sind nach dem Duell sehr zufrieden und loben vor allem eine Sache in der ausverkauften Arena.
"Die Atmosphäre war verrückt", jubelte Antonio Serradilla (27) nach dem Spiel. Die Anhänger der Grün-Roten heizten ihre Spieler immer wieder an und motivierten damit bis in die Haarspitzen.
"Was soll ich sagen? Ich habe nur Liebe für sie", so Serra über das Publikum.
Auch während einer durchwachsenen ersten Hälfte wurden die SCM-Fans nicht müde, ihre Mannschaft zu unterstützen, und hatten ein gutes Gespür dafür, wann ihr Support besonders benötigt wurde.
"Ich kann es nicht mit Worten beschreiben. Aber deswegen bin ich hergekommen, um diese Stimmung und diese Atmosphäre zu erleben", sagte auch Schlussmann Dominik Kuzmanović (24). Der Keeper hatte mit seinen sechs Paraden und der daraus gezogenen Stabilität einen großen Anteil am Sieg.
Für den SC Magdeburg ist es in dieser Saison bereits der zweite Sieg gegen die Füchse Berlin. Im Supercup vor zwei Wochen gewannen sie mit dem 38:31 ihren ersten Titel.
SCM-Coach Bennet Wiegert spricht über "kampfbetontes Spiel"
"Ich kann es noch nicht ganz greifen", war SCM-Coach Bennet Wiegert (44) direkt nach dem Spiel zu vernehmen. "Es war auf jeden Fall ein kampfbetontes Spiel, beide Mannschaften wollten ohne Wenn und Aber."
In der ersten Hälfte war das Spiel allerdings vor allem von Körperlichkeit geprägt und weniger von Torszenen. "Schön war es nicht. Beide Mannschaften haben sich in der ersten Hälfte im Angriff unheimlich schwergetan, Tore zu erzielen", so Wiegert.
Die Pause hat den Magdeburgern dann geholfen, um durchzuatmen und die richtigen Schlüsse zu ziehen, erklärte Bennet Wiegert: "In der Halbzeit analysieren wir das dann noch einmal und passen unsere Taktik etwas an. Danach ist es ein Rennen auf beiden Seiten - doch auch das managen wir und holen uns diesen Sieg."
Auch von diesem Topspiel wird sich der SC Magdeburg keine lange Erholung leisten können. Bereits am kommenden Sonntag (18 Uhr) geht es für die Elbestädter gegen den Aufsteiger aus Balingen.