SC Magdeburg dreht im Topspiel auf: Erster Heimsieg der Saison gegen die Füchse Berlin
Magdeburg - Der SC Magdeburg kann sich in einem hochemotionalen Spitzenspiel durchsetzen und gewinnt mit 36:32 (13:14) gegen die Berliner Füchse. Nach einer durchwachsenen ersten Hälfte zeigen die Elbestädter in Durchgang zwei ein völlig anderes Gesicht und ziehen das Spiel auf ihre Seite.
Die Partie war zu Beginn vor allem durch die intensive Körperlichkeit auf der Platte geprägt und weniger durch Tore. Nach knapp fünf Minuten Spielzeit stand es zwar schon 3:2, dann passierte in Sachen Treffer allerdings lange nichts, bevor Matthias Musche kurz vor der Zehn-Minuten-Marke den Bann brach und zum 4:2 erhöhte.
Die Füchse kamen danach jedoch besser ins Spiel und fanden in der Offensive immer mehr Lösungen gegen die so weit stabile Defensive der Grün-Roten. Weil auch der Berliner Schlussmann Lasse Ludwig mit bis dato vier Paraden einen guten Tag erwischt hatte, mussten die Magdeburger nach gut 18 Minuten den 7:7-Ausgleich hinnehmen.
Die Magdeburger hatten erhebliche Probleme auf das schnelle Spiel der Berliner zu antworten und verzweifelten in dieser Phase regelrecht an dem starken Lasse Ludwig. Dank seines Rückhalts und einem weiterhin sehr effektiven Angriffsspiel drehten die Gäste das Spiel, sodass sich der SCM gut fünf Minuten vor der Pause einem 9:11 gegenübersah.
Sekunden vor der Halbzeit dann der nächste Aufreger: nach einem Foul an Gisli Kristjansson sah Füchse-Akteur Frederik Simak rot. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Musche zum 13:14-Pausenstand aus Sicht des SCM.
SCM mit anderem Gesicht in Halbzeit zwei
Auch der Beginn der zweiten 30 Minuten blieb hochemotional. Hitzigkeit auf der Platte und eine kochende Atmosphäre auf den Rängen sorgte für eine Stimmung der ganz besonderen Art. Der SCM wurde durch die ausverkaufte Arena bis in die Haarspitzen motiviert und zeigte ein anderes Gesicht.
Die Elbestädter agierten besonders in der Offensive dynamischer und nutzten die Möglichkeiten, die ihnen die Füchse gaben. Nicht einmal fünf Minuten waren vergangen, da hatte der SCM das Spiel bereits gedreht und versetzte die heimischen Fans mit dem 17:16 in Ekstase.
Die Führung sorgte dafür, dass diesmal die Füchse regelrecht beeindruckt wirkten und dem Magdeburger Spiel kaum noch etwas entgegenzusetzen hatten. Die Grün-Roten spielten sich in einen Rausch und konnten bis zur 42. Minute auf 25:20 stellen.
Diesen Vorsprung konnte die Mannschaft von Bennet Wiegert verwalten und hielt die Füchse weiterhin auf Abstand. Einziger Wermutstropfen bei den Magdeburgern: beim Stand von 31:26 kassierte Gisli Kristjansson knapp sieben Minuten vor Ende ebenfalls die Rote Karte.
Am Spielverlauf änderte diese Aktion allerdings nichts. Angetrieben durch bedingungslosen Support hatte der SC Magdeburg das Spiel weiterhin unter Kontrolle und konnte das erste Heimspiel der Saison am Ende mit 36:32 gewinnen.
Titelfoto: Ronny Hartmann/dpa

