Unfassbar: Dramatisches Ende der Serie! SCM verliert gegen Hannover

Hannover – Der Bart kann weg! Bennet Wiegert und sein SC Magdeburg können noch verlieren. Spannung pur in Hannover. Nachdem Grün-Rot auch in Niedersachsens Landeshauptstadt in der ersten Hälfte alles im Griff hatte, stand nach 60 Minuten eine 28:27-Niederlage fest. Die erste Niederlage nach einer Serie von 30 ungeschlagenen Spielen für den SCM!

Die Mauer: Nikola Portner (30)! Was er bereits die gesamte Saison über demonstriert hat, wurde in Hannover zunächst noch einmal bestätigt. Sensationeller Auftritt! Es kam dennoch anders, als seine Leistung in der ersten Hälfte es verdient hätte! (Archivbild)
Die Mauer: Nikola Portner (30)! Was er bereits die gesamte Saison über demonstriert hat, wurde in Hannover zunächst noch einmal bestätigt. Sensationeller Auftritt! Es kam dennoch anders, als seine Leistung in der ersten Hälfte es verdient hätte! (Archivbild)  © Marius Becker/dpa

Beide Teams legten los wie die Feuerwehr, wurden höchstens durch das kleinlich pfeifende Schiedsrichtergespann ausgebremst.

In einem temporeichen Spitzenhandballspiel vor fast 10.000 Zuschauern auf Hannovers Messegelände, zwischen den Teams der Liga, die durchschnittlich die wenigsten technischen Fehler machen, konnte das den Spielfluss nicht verhindern.

Die Recken schienen tatsächlich in der Lage zu sein, den Magdeburgern Paroli zu bieten. Ein überragender Portner trieb die Hausherren aber zur Verzweiflung, brachte das niedersächsische Publikum zeitweise zum Schweigen, das eine unfassbare Vorstellung des Magdeburger Schlussmanns anerkennen musste.

Magdeburg überwindet Pokal-Trauma: Portner-Vertreter überragt!
SC Magdeburg Magdeburg überwindet Pokal-Trauma: Portner-Vertreter überragt!

Zur Halbzeit hatte sich Grün-Rot eine 18:14-Führung erarbeitet und durfte sich über das erneute Comeback von Gisli Kristjansson freuen, der sich bei der Europameisterschaft wiederholt verletzt hatte.

SC Magdeburg: Dramatische Wende in der zweiten Halbzeit gegen Hannover!

Angefressen! Bennet Wiegert konnte mit der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden sein.
Angefressen! Bennet Wiegert konnte mit der Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden sein.  © Andreas Gora/dpa

Im Vergleich zu den letzten Wochen, in denen es schien, als könnten die Magdeburger einfach einen Gang höher schalten, wenn sie davonziehen und Spiele entscheiden wollten, ließ sich Hannover an diesem Nachmittag partout nicht abschütteln.

Die Recken machten ordentlich Druck, kämpften sich heran, forderten dem Favoriten alles ab und glichen kurz vor Schluss zum 26:26-Unentschieden aus - ein Handballspiel auf höchstem Niveau.

Magdeburg agierte in der zweiten Halbzeit besonders offensiv nicht mehr so überlegen, während Hannover zusätzlich stark verteidigte.

Die Crunchtime hatte es wirklich in sich - die Luft brannte in Hannovers ZAG-Arena.

Grün-Rot stand am Rande einer Niederlage, die zweite Hälfte gehörte in jeder Hinsicht den Hausherren. Eine Minute vor Schluss geschah das Unglaubliche: Hannover übernahm die Führung durch einen Treffer, der das Potenzial hatte, zum Tor des Jahres zu werden.

Aber es war noch nicht vorbei! Magdeburg glich aus, und Hannover antwortete buchstäblich in letzter Sekunde, beendete die Serie des SCM. Ein atemberaubendes Handballspiel, das noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Nach 30 Spielen in Folge verlor der SCM ein Spiel. Das muss erstmal sacken.

Titelfoto: Andreas Gora/dpa

Mehr zum Thema SC Magdeburg: