Er wollte dieses Jahr zu Olympia: Marathon-Star (34) erleidet Herzinfarkt

Zürich (Schweiz) - 2024 sollte DAS Jahr seiner Karriere werden! Doch der Schweizer Marathon-Läufer Adrian Lehmann (34) wird abrupt von seinem eigenen Körper gestoppt. Bei den Vorbereitungen für den Zürich-Marathon erleidet der 34-Jährige einen Herzinfarkt.

Der Schweizer Langstrecken-Läufer Adrian Lehmann (34) hat im Training für den Zürich-Marathon einen Herzinfarkt erlitten.
Der Schweizer Langstrecken-Läufer Adrian Lehmann (34) hat im Training für den Zürich-Marathon einen Herzinfarkt erlitten.  © IMAGO / camera4+

Eigentlich wollte er am Sonntag in Zürich am Start stehen und dort seinen Schweizer Meistertitel verteidigen, doch daraus wird jetzt nichts.

Wie seine Angehörigen über den Schweizer Leichtathletikverband ausrichten ließen, erlitt Lehmann in den letzten Vorbereitungen für Sonntag einen Herzinfarkt.

"Dank Nothilfe vor Ort und funktionierender Rettungskette konnte Adrian zeitnah medizinisch versorgt und hospitalisiert werden", teilte die Familie mit.

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Der Zustand des Langstreckenläufers sei stabil, er bleibe aber bis auf Weiteres unter ärztlicher Überwachung: "Die weiteren medizinischen Schritte werden laufend beurteilt, Prognosen zum weiteren Verlauf sind zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich."

Damit sei selbstverständlich auch der Start beim Zürich-Marathon mit dem potenziellen vierten Meistertitel sowie der Angriff in Richtung Olympia-Ticket vom Tisch.

Adrian Lehmann: 2024 sollte sein Jahr werden

Eigentlich hatte Lehmann in diesem Sommer nämlich angestrebt, bei den Olympischen Spielen in Paris anzutreten und deutete auf Instagram mehrfach an, dass 2024 sein Jahr werden würde.

In zahlreichen Trainingsläufen, die er online dokumentierte, stellte der Schweizer die Weichen, um seine erst im vergangenen Jahr aufgestellte Bestmarke von 2:11,44 Stunden zu verbessern und die Olympia-Norm zu knacken, der erste Härtetest sollte in Zürich stattfinden.

Doch anstatt sich auf Paris vorzubereiten, steht dem 34-Jährigen jetzt ein harter Genesungsprozess bevor.

Für diesen bat seine Familie deshalb um Ungestörtheit: "Wir schätzen es, wenn in dieser schwierigen Situation unsere Privatsphäre respektiert wird und wir unsere ganze emotionale Kraft in Ädus Genesung stecken können."

Man werde nicht auf Anfragen zu Lehmanns Gesundheitszustand reagieren, aber wieder informieren, wenn es die Situation zulasse, ließ die Familie verlauten und bedankte sich für das Verständnis.

Titelfoto: IMAGO / camera4+

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