Unwetter, eingestürzte Tribüne: Formel-1-Qualifying abgebrochen!

São Paulo (Brasilien) - Was für ein Start ins Rennwochenende! Am Freitagabend musste das Qualifying für den Großen Preis von Brasilien vorzeitig abgebrochen werden - durch ein Unwetter war es einfach zu gefährlich. Einer ließ sich davon aber nicht beirren: Der bereits feststehende Weltmeister Max Verstappen (26) sicherte sich die Poleposition.

Max Verstappen (26) ließ sich von den Wetterbedingungen in Brasilien nicht beeindrucken und holte sich die elfte Poleposition des Jahres.
Max Verstappen (26) ließ sich von den Wetterbedingungen in Brasilien nicht beeindrucken und holte sich die elfte Poleposition des Jahres.  © DOUGLAS MAGNO / AFP

Da in Brasilien das letzte Sprintrennen der Formel-1-Saison stattfindet, wurde das Qualifying wie üblich von Samstag auf Freitag vorverlegt. Doch an diesem Freitag machte das Wetter den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung!

Bis in die dritte Qualifying-Runde schaffen es die Piloten, doch was sich zuvor durch heftige Windböen angedeutet hatte, wurde nun zur Realität: Ein heftiges Unwetter zog über die Rennstrecke, der Himmel verdunkelte sich rapide.

"Es ist Nacht", funkte etwa Aston-Martin-Pilot Fernando Alonso (42) um kurz nach 16 Uhr Ortszeit. Dann öffneten sich die Schleusen, zu dem starken Wind gesellten sich Platzregen und Gewitter.

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Die Rennleitung kam zu dem Schluss: Unter diesen Umständen konnte nicht sicher weitergefahren werden, das Qualifying wurde rund vier Minuten vor Schluss abgebrochen.

Profiteur des frühzeitigen Endes: Max Verstappen, der in seinem Red Bull die bis dahin die schnellste Rundenzeit gesetzt hatte und deshalb am Sonntag von der Poleposition startet. Ebenfalls aus der ersten Reihe darf Ferrari-Pilot Charles Leclerc (26) beginnen.

Heftiges Unwetter in São Paulo: Tribünendach fliegt weg!

Auch Charles Leclerc (26) zeigte bei schwierigen Bedingungen Bestleistung.
Auch Charles Leclerc (26) zeigte bei schwierigen Bedingungen Bestleistung.  © Marcelo Chello/AP/dpa

Nach dem Rennabbruch kam es noch heftiger: Als die Fahrer bereits sicher in ihren Boxen waren, stürmte es derartig stark, dass das Dach einer Tribüne einstürzte und fortgerissen wurde - bei Windgeschwindigkeiten über 100 Stundenkilometer kein Wunder!

Da die Tribüne jedoch in weiser Voraussicht bereits von den Veranstaltern geräumt worden war, wurde glücklicherweise niemand verletzt.

"Das war natürlich wahnsinniges Wetter", erklärte Polesetter Verstappen in der Sicherheit seiner Garage. Leclerc fügte hinzu: "So etwas habe ich noch nicht erlebt."

Immerhin: Für die kommenden Tage ist in São Paulo gutes Wetter angesagt, eine Wiederholung des Abbruchs also unwahrscheinlich.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/X/F1, Screenshot/X/andyhone

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