Skeleton-Pilot Jungk im Angriffsmodus! "Kann Matt noch ärgern"

Cortina (Italien) - "Ich muss die Kurve zwei hinbekommen", haderte Axel Jungk (34) zur Halbzeit seiner vier Olympia-Läufe. "Dann ist alles möglich!" Noch liegt der Pilot vom Dresdner SC 30 Hundertstel hinter dem führenden Weltmeister Matt Weston (28). Der Brite ist aber anders als im Weltcup durchaus angreifbar. Dies liegt am Material.

Axel Jungk (34) hatte im oberen Bahnteil nur eine knifflige Stelle. Die will er in den Läufen drei und vier ausmerzen.  © Robert Michael/dpa

Die Berliner Tüftler der FES haben den Deutschen offensichtlich pünktlich für die Rennen in Cortina Top-Schlitten, neue Schuhe und perfekt lackierte Helme (gut für die Aerodynamik) gegeben. Dies dokumentieren die Zeiten von Jungk & Co. im Eiskanal.

Dabei hatte der 34-Jährige durchaus den Fehler in der zwei, als er jeweils gegen die Bande hämmerte und Zeit verlor. Und trotzdem knackte er den Bahnrekord von Weston aus dem ersten Lauf.

Jungk fuhr 56,12 Sekunden. Allerdings schlug der Brite zurück - 55,88. "Es ist noch Luft nach oben. Zum Glück habe ich noch zwei Versuche, die Kurve zwei hinzubekommen."

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Am besten gleich am Freitag im dritten Durchgang - ab 19.30 Uhr. Da startet der WM-Dritte als Zweiter nach dem Gejagten. Jungk braucht eine Angriffsfahrt, darf aber auch nicht verkrampfen, um Weston fürs Finale (ab 21 Uhr) unter Druck zu setzen.

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16 Hundertstel! Jungk-Verfolger Grotheer in Lauerstellung

Ein Pfund hat der Sachse: "Es macht wirklich Spaß - gerade im unteren Bereich - hier zu fahren. Du kannst den Schlitten fliegen lassen, mit wenig Aufwand."

Jungk muss aber auch seine Verfolger im Blick behalten. Peking-Olympiasieger Christopher Grotheer (33) ist nur 16 Hundertstel hinter ihm.

Der Oberhofer kann fahren und hat das gleiche Material wie der derzeit Zweitplatzierte. Der schaut nur nach vorn: "Ich kann Matt noch ärgern."

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