Prügel-Attacke auf deutschen Judo-Olympioniken in Leipzig: Angreifer darf nie wieder in der Bundesliga starten

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Leipzig - Nachdem der deutsche Judoka Timo Cavelius (29) von seinem Gegner Akaki Japaridze aus Georgien krankenhausreif geprügelt wurde, hat die Judo-Bundesliga Konsequenzen gezogen und den 24-Jährigen auf Lebenszeit gesperrt.

Akaki Japaridze (24, l.) darf nie wieder in der Judo-Bundesliga antreten. (Archivfoto)
Akaki Japaridze (24, l.) darf nie wieder in der Judo-Bundesliga antreten. (Archivfoto)  © IMAGO / Artur Stabulnieks

Wie der Deutsche Judo-Bund e.V. (DJB) am Dienstagvormittag mitteilte, darf Japaridze nicht mehr für einen Verein in der Judo-Bundesliga des DJB gemeldet werden oder dort kämpfen.

Der Georgier war Anfang September als Gast-Kämpfer für den JC Leipzig angetreten. Nach dem regulären Kampf war er auf Timo Cavelius vom TSV Abensberg losgegangen.

Cavelius erlitt dadurch zwei Unterkieferfrakturen und musste in einem Krankenhaus in Leipzig operiert werden. Die Weltmeisterschaft im Oktober wird er deswegen verpassen.

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Für den JC Leipzig hat der Kampf ebenfalls Konsequenzen. Der von Japaridze gewonnene Hinkampf wird nachträglich als verloren gewertet und der Mannschaftskampf wird abschließend mit 7:7 gewertet.

Der Leipziger Verein, der den Mannschaftskampf ursprünglich gewonnen hatte, verliert somit einen Punkt in der Judo-Bundesliga Männer Süd und rutscht um einen Tabellenplatz ab.

Für Timo Cavelius (29, r.) hat die Attacke weitreichende Folgen. Er verpasst dadurch die Weltmeisterschaft, wo er wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln wollte. Cavelius will nach den Spielen in Paris 2024 auch 2028 wieder in Los Angeles starten. (Archivfoto)
Für Timo Cavelius (29, r.) hat die Attacke weitreichende Folgen. Er verpasst dadurch die Weltmeisterschaft, wo er wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation sammeln wollte. Cavelius will nach den Spielen in Paris 2024 auch 2028 wieder in Los Angeles starten. (Archivfoto)  © Eugene Hoshiko/AP

Weitere Verfahren gegen den Georgier laufen

Der JC Leipzig hatte die Tat bereits direkt nach der Attacke verurteilt und sich in einem Statement auf Instagram öffentlich entschuldigt. "Gewalt hat in unserem Sport keinen Platz", hieß es darin.

Neben der Bundesligaexekutive beschäftigt sich der Rechtsausschuss des DJB ebenfalls mit dem Fall. Der DJB teilte mit, dass weiterhin Verfahren beim Georgischen Judoverband, dem Judoweltverband IJF sowie ein strafrechtliches Verfahren in Deutschland gegen den Georgier laufen.

Akaki Japaridze hatte sich einige Tage nach dem Kampf auf Social Media gemeldet und seinen Angriff relativiert. Als Grund nannte er "aggressives Verhalten des Gegners", "verbale Beleidigungen und Gesten". Diese seien für ihn als Georgier und Mann für ihn so nicht hinnehmbar gewesen.

Titelfoto: IMAGO / Artur Stabulnieks

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