München - FC-Bayern-Torgarant Harry Kane (33) hat einen kleinen Einblick in seine sportlichen Zukunftspläne gegeben. Dabei wäre wohl die USA sein Zuhause für das Karriere-Ende. Und dort will er in zwei Profiligen gleichzeitig auflaufen.
Demnach möchte er nämlich als Football-Kicker in der NFL und als Fußballprofi in der Major League Soccer (MLS) parallel aktiv sein.
Vor allem im Football erkennt er den Vorteil. "Ich schieße Elfmeter, und dabei herrschen ein sehr ähnlicher Druck und eine ähnliche Technik", so Kane. Noch sei das Zukunftsmusik.
Aber: "Das ist etwas, womit ich mich definitiv noch etwas ernsthafter beschäftigen werde", sagte Kane vor Journalisten im St. George's Park.
Vor dem Spiel der englischen Nationalmannschaft in der Nations League am Samstag gegen Spanien zeigte er sich in Plauderlaune: "Es hängt alles davon ab, was in den kommenden fünf oder sechs Jahren meiner Karriere passiert, wie groß meine Motivation dann ist und was ich machen möchte."
Sein Traum wäre zwar Golfprofi zu werden, doch der Torjäger mit der privaten Golfclub-Mitgliedschaft im "Wentworth Club" bei London kennt die Hürden. Er selbst spielt mit Handicap zwei, wie die "New York Times" am Mittwoch berichtete.
Doch der Sprung, Golfprofi zu werden, sei groß – dessen ist sich Kane laut eigener Aussage bewusst. "Die NFL ist wesentlich realistischer als die Sache mit dem Golf, sagen wir es mal so", fasst er selbst zusammen.
Darum hält sich Kane für einen guten NFL-Kicker
Kane als Footballer? Gab es bei den beiden bisherigen Besuchen der Liga in der Allianz-Arena etwa schon erste Annäherungen?
Laut Kanes Aussage wohl eher nicht. Er betonte, dass es bislang keinerlei Gespräche über einen Wechsel in die NFL gegeben habe.
"Wenn die Leute wissen, dass ich hier im Fußball immer noch auf dem Höhepunkt meines Leistungsvermögens bin, dann wird dieses Gespräch gar nicht erst geführt", so der englische Nationalspieler.
Dass die MLS – wie bei seinem einstigen Bayern-Kollegen Thomas Müller – naheliegend ist, versteht sich von selbst.
Aber wie kommt er darauf, sich statt Fußball-Shorts eine Football-Montur anzuziehen? "Wenn ich das machen würde, wäre ich allein vom Training her wahrscheinlich näher daran als an jeder anderen Sportart."
Nicht von der Hand zu weisen. Wo doch aktuell beim NFL-Team Dallas Cowboys der Kicker Brandon Aubrey auf dem Platz steht. Dieser war vor einigen Jahren noch professioneller Fußballspieler beim Toronto FC.