Keine Glücksgefühle: Lukas Podolski berichtet tränenreich über Alphaville-Eklat
Köln - Erklärung statt Glücksgefühle! Nach der Festival-Absage an die Band "Alphaville" haben Lukas Podolski (41) und Manager Markus Krampe (55) live bei RTL über die Hintergründe des Skandals gesprochen.
Trotz der Tatsache, dass das Festival schon fast eine Woche in den Büchern steht, wirbelt der Eklat um "Alphaville" immer neuen Staub auf.
Diesmal stehen "Poldi" und sein Manager - auch Veranstalter des Festivals - selbst Rede und Antwort, um die Fans über den Eklat aufzuklären.
Im Gespräch mit Moderator Steffen Hallaschka (54) gesteht sich Krampe nach jahrelanger Arbeit im Showgeschäft einen dicken Fehler ein. "Das war naiv zu glauben, dass Künstler sich beeinflussen lassen. Mir darf so etwas nicht passieren", so der 55-Jährige selbstkritisch.
Auch Lukas Podolski hatte im Zuge des Eklats jede Menge Kritik einstecken müssen - insbesondere von seinen Fans. Die hatten dem Weltmeister im Netz vorgeworfen, sich wegzuducken und nur seinen Ruf schützen zu wollen.
"Es geht um meinen Namen, den gewisse Leute benutzen und mich hinstellen, als wäre ich für Rechts oder für Nazis", stellt der 41-Jährige mit sichtlich gläsernen Augen klar.
Vorwurf Nähe zu Rechten: Lukas Podolski spricht über Lebensgeschichte
Erst recht im Hinblick auf seine eigene Lebensgeschichte weist der langjährige Profi des 1. FC Köln den Vorwurf - rechtes Gedankengut zu unterstützen - entschieden zurück.
Und das mit Tränen in den Augen! "Es war aus den Emotionen heraus. Nicht an alle gerichtet, nicht an meine Fans. Ich bin für keine Nazis. Alleine wenn man meine Lebensgeschichte sieht, wo ich herkomme. Vielleicht war ich deswegen emotionaler."
Erst kurz vor dem Auftritt bei "Stern TV" hatte "Poldi" in einem Interview unmissverständlich klarstellen wollen, dass er sich nicht von Kritikern in die rechte Ecke drängen lasse und ein Lukas Podolski "auch anders könne".
"Das sind ja keine Meinungen mehr. Man wird ja beleidigt", macht er bei RTL deutlich. Für den allgemeinen Umgang mit der "Alphaville"-Thematik möchte sich die Fußballikone nur entschuldigen.
"Ich kann mich nur entschuldigen, wie die Sache gelaufen ist. Ich liebe alle Menschen, ich komme aus Köln. Ich bin genau derselbe, der ich vorher auch war."
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa