Bad Wiessee - Im oberbayerischen Landkreis Miesbach sorgen zwei Bäume für einen Nachbarschaftsstreit, der die Justiz beschäftigt. Die Pflanzen gehören dem FC-Bayern-Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß (74). Er hatte bereits ein Verfahren gewonnen - doch die Nachbarin macht weiter.
Im September hatte eine Richterin bei einer Verhandlung am Landgericht München II die Klage des Eilverfahrens abgewiesen.
Der Anwohnerin sind laut "Merkur" die beiden Linden ein Dorn im Auge, weil diese den Blick auf den See behindern würden und der Vermögenswert ihres Anwesens beeinträchtigt wäre.
Sie stützt ihre Klage auf eine sogenannte Grunddienstbarkeit, nach der auf dem 7000 Quadratmeter großen Grundstück der Hoeneß-Familie eine Tabuzone für das Pflanzen von Bäumen bestehen würde.
Die Richterin sah diesen Bereich durch die Linden laut dem Medienbericht wohl nicht eindeutig genug beeinträchtigt. Außerdem würde eine in dem Gebiet seit Jahren bestehende Baumgruppe auch kein Problem darstellen.
Damit zeigten sich weder die Nachbarin noch ihr Verteidiger einverstanden und so könnte es nun zu einem Hauptsacheverfahren kommen. Laut eines Gerichtssprechers sei bereits Berufung gegen die erste Entscheidung eingelegt worden.
"Nachdem die Klägerin nun mit dem Argument, dass sie den See und Gut Kaltenbrunn nicht sehe, auf die Nase gefallen ist, konzentriert sie sich nun auf die Grunddienstbarkeit", zitiert der Merkur den Ehrenpräsidenten des FC Bayern. Er hofft, dass eine Ortsbegehung der Justiz-Vertreter die Vorwürfe entkräftet.