München - Nach zuletzt kritischen Worten über Jürgen Klopp (59) als neuen Bundestrainer hat Uli Hoeneß (74) nun eine Kehrtwende vollzogen. Er will dem Coach nicht in seine Arbeit reinreden.
Als der Bayern-Ehrenpräsident bei den "Sport Bild"- Awards am Montag nach einer Torwart-Empfehlung für die deutsche Nationalmannschaft gefragt wurde, wurde er deutlich:
"Das ist euer Problem und das ist das Problem in ganz Deutschland, dass jeder irgendwas machen will. Er (Jürgen Klopp) soll das entscheiden. Er hat genug Erfahrung."
Hoeneß kündigte ein baldiges Treffen mit Klopp an. "Es werden sicher gute Gespräche werden", sagte der 74-Jährige und ergänzte:
"Er ist die beste Lösung, die wir in Deutschland haben können. Ich hoffe, dass er die Vorschlusslorbeeren am Ende auch erfüllt."
Zuvor hatte Hoeneß in einem Interview mit RTL und Sky dem neuen Nationalmannschafts-Coach eine "Übernahme" des Deutschen Fußball-Bundes vorgeworfen.
Insbesondere die Mitverpflichtung von Klopps langjährigem Berater Marc Kosicke (55) missfiel dem Bayern-Patron: "Ich weiß nicht genau, was er da machen soll. Das halte ich für ein Problem. Mir kommt die ganze Geschichte vor wie ein 'friendly takeover'", hatte Hoeneß gesagt.