Dresden - Auf dem Feld brauchte DSC-Neuzugang Katerina Georgiadis (24) nicht viel Eingewöhnungszeit, in der Stadt Dresden ging das sogar noch schneller. Nachdem die Kanadierin mit ihrem neuen Team am Samstag einen 3:0-Erfolg über die Binder Blaubären Flacht gefeiert hatte, überraschte sie mit einer Aussage.
"Dresden ist absolut atemberaubend und es erinnert mich an Toronto im Herbst, sodass bei mir hier absolut Heimatgefühle aufkommen", sagte sie im Gespräch mit TAG24.
So überraschend wie das nach wenigen Tagen kommt, dürften die Verantwortlichen beim DSC es gern hören, denn schließlich kann es nur von Vorteil sein, wenn sich die neue Libera blitzschnell im Elbflorenz wohlfühlt.
Nur kurz nach ihrer Ankunft stand sie gleich auf dem Feld, nahm damit die Schlüsselrolle von Patricia Nestler (25) ein, die mit einem Teilriss des vorderen Kreuzbandes lange ausfällt. Die Kapitänin saß am Samstag aber hinter der Bank und gab dem Neuzugang auch hin und wieder einen Tipp.
Dass die Nationalspielerin sich überhaupt für Dresden entschied, ist auch ehemaligen Spielerinnen des DSC und dem Ex-Bundestrainer Deutschlands, Giovanni Guidetti (54), zu verdanken.
Ehemalige DSC-Spielerinnen und ihre Agentur überzeugen Katerina Georgiadis von Dresden
"Ich habe mich mit Gio ausgetauscht und er berichtete nur Gutes über den Verein und ich wusste auch, dass Alex und er telefoniert hatten, das gab mir ein gutes Gefühl", erzählte Georgiadis in Hinblick auf den Austausch zwischen dem jetzigen kanadischen Nationalcoach und Dresdens Trainer Alexander Waibl (58).
Zudem sprach die Annahme- und Abwehrspezialistin mit den Ex-DSC-Spielerinnen Jennifer Cross (34) und Layne van Buskirk (28).
"Viele Kanadierinnen haben hier und in der Bundesliga generell schon gespielt. Ich habe nur tolle Sachen über die Liga und vor allem den DSC gehört. Als das Angebot kam, hat es sich einfach richtig angefühlt, hier herzukommen. Ich habe mit vielen meiner Landsfrauen gesprochen und natürlich Raeven (Chase, Anm. d. Red.) und so war es toll, einen kleinen Einblick ins Team von jemandem zu bekommen, der schon da ist. Für mich war es die perfekte Entscheidung", verriet Georgiadis.
Auch ihre Vermittleragentur LSZport Pro aus Frankreich überzeugte die Kanadierin, dass der Schritt zum DSC der richtige für sie ist. Dass der Neuzugang sofort den Vorzug vor der Dresdnerin Emilia Schaarschmidt (19) erhielt, die vor allem in Aachen ein gutes Spiel gezeigt hatte, erklärte der Coach: "Auf Emilia ist absolut Verlass, von ihr weiß ich, was sie kann. Sie kennt all unsere Systeme. Kate muss sich da jetzt erst reinfinden und deshalb ist es wichtig, dass sie Spielzeit erhält."
Im Hinblick auf die Dreifachbelastung in den kommenden Wochen aus Bundesliga, DVV-Pokal und Champions League braucht der Trainer ein starkes Duo auf dieser wichtigen Position.