Negativ-Premiere gegen Erfurt: DSC-Girls legen Bruchlandung hin
Erfurt - Überraschend war es für die Dresdnerinnen nicht, dass Erfurt mit schnellen und kurzen Pässen zum Erfolg kommen wollte. Schwer taten sich die DSC-Girls beim engen 2:3 (28:30, 25:19, 22:25, 25:21, 7:15) Schlagabtausch aber trotzdem - und mussten letztlich sogar eine bittere Premiere hinnehmen.
Die kündigte sich schon zu Beginn an. Vor allem im Block, in dieser Saison eigentlich eine der Parade-Disziplinen der Dresdnerinnen, war Erfurt im ersten Durchgang da. Folgerichtig und verdient lag das Team von Alexander Waibl 17:23 zurück.
Angeführt von der kurz zuvor eingewechselten Jette Kuipers (24) und starken Aufschlägen von Lena Kindermann (27) roch es in der Riethsporthalle aber nicht nur nach Comeback, nach sieben Punkten in Serie gab's sogar den Satzball für die Gäste.
Weil die Annahme-Probleme dann aber wieder in Richtung der DSC-Girls wanderten, ging der XXL-Durchgang doch noch an die Thüringerinnen.
Für beide Teams ein neues Gefühl: Seit dem Bundesliga-Aufstieg gingen alle fünf Partien glatt nach Dresden, 15:0 stand es im Gesamt-Satzvergleich.
Bis zum heutigen Mittwochabend. Diese weiße Weste ist futsch.
DSC-Girls kommen zweimal zurück, krönen Comeback aber nicht
Die nächste unrühmliche Premiere folgte nur zweite Abschnitte später.
Zuvor zeigten die Dresdnerinnen aber ihre Stärken. Mit einem brutalen 9:0-Lauf setzten sie das erste Zeichen ihrer Aufholjagd.
Das Momentum kippte jedoch erneut, die Probleme auf der DSC-Seite blieben. Immer wieder schlichen sich ungenaue Annahmen ins Spiel. Erfurt bestrafte die Fehler und holte sich mit seinem zweiten Durchgang auch den allerersten Punktgewinn gegen den DSC.
Und es wurde noch bitterer. Es ging zwar in den Tiebreak, doch da lief's für die Dresdnerinnen gar nicht.
Um 21.38 Uhr war die erste Bundesliga-Niederlage gegen Erfurt amtlich.
Zur Wahrheit gehört nach fünf Spielen bei nur sieben Punkten: Vom eigenen Anspruch und den eigenen Erwartungen sind die Dresdnerinnen ein gutes Stück entfernt.
Titelfoto: imago/Beautiful Sports

