Vor Pokal-Kracher in Wiesbaden: Deshalb ist die Konstellation für die DSC-Girls ungewöhnlich
Wiesbaden - Schon unmittelbar nach der Auslosung Ende Juni stand fest: Das Duell VC Wiesbaden gegen die Volleyballerinnen des Dresdner SC wird das Highlight des Achtelfinals im DVV‑Pokal. Mit diesen Vorzeichen für die Partie am Donnerstag (18.30 Uhr) hätten dann aber doch die wenigsten gerechnet.
"Es ist die ungewöhnliche Situation, dass wir nicht als Favorit hinfahren", erklärte DSC-Coach Alexander Waibl (58): "Das ergibt sich einfach aus den bisherigen Saisonverläufen."
Sein Team kommt zwar mit etwas Rückenwind aufgrund des glatten Erfolgs daheim gegen Suhl in die hessische Landeshauptstadt. Die Bilanz nach sechs Spieltagen ist jetzt immerhin ausgeglichen: drei Siege, drei Niederlagen.
Besser läuft's beim Team aus Wiesbaden, das furios in die Saison gestartet ist. Zuletzt gab es fünf Siege am Stück, am Wochenende nach 0:2-Rückstand gegen Stuttgart sogar einen Comeback-Sieg. Der dritte Rang in der Bundesliga ist eine absolut verdiente Momentaufnahme.
Die Gründe dafür hat Waibl ausgemacht: "Sie sind sehr kompakt und haben eine Mannschaft, die auf einer stabilen Annahmeregel basiert."
Genau diesen hebelten die DSC-Girls am Wochenende gegen Suhl durch ihre brutale Aufschlag-Qualität aus.
Deshalb ist die Situation vor dem Pokal-Duell in Wiesbaden ungewohnt für die DSC-Girls
Ungewöhnlich beschrieb Waibl die Situation, nicht als Favorit nach Wiesbaden zu fahren deswegen, weil die Bilanz ganz klar für die Sächsinnen spricht. Die letzte Niederlage gab es im ersten Spiel der Play-offs 2024, danach folgten neun Siege am Stück.
Aber: Eine Rolle spielt die Vergangenheit nicht, zudem ist die Ausgangslage im Pokal freilich eine andere.
"Ich spiele super gerne Pokal. Ich mag den Wettbewerb einfach", betont Waibl: "Da gibt es halt einfach sehr viel zu gewinnen. Du hast immer dieses Fernziel nach Köln zu kommen. Das ist schon besonders."
Was es dafür braucht, erklärte Zuspielerin Sarah Straube (24) nach dem Heimsieg gegen Suhl: "Es funktioniert nur so, mit der Intensität, mit dem Fokus. Aber wenn wir das nicht in Wiesbaden zeigen, dann wird das extrem schwer."
Das Ziel für Straube & Co. bleibt unverändert klar.
Am 27. Februar wollen sie bei der Premiere in Köln dabei sein: "Wir wollen bis ins Finale. In Wiesbaden können wir da einen ersten Schritt setzen."
Titelfoto: Lutz Hentschel

