"Befreiungsschlag" gegen Suhl: DSC-Girls zeigen Reaktion
Dresden - "Wir haben ein Mindset, wie man auf dem Feld stehen muss als Mannschaft. Das erste Mal sind wir so aufgetreten, wie man eben aufstehen muss", freute sich DSC-Coach Alexander Waibl (58) nach dem 3:0-Sieg gegen Suhl, der zu einem mit Symbolcharakter taugt.
"Wir sind nach all diesen Rückschlägen das erste Mal nach dem Motto, okay, es reicht, aufgetreten", so Waibl weiter. Auch der Begriff "Befreiungsschlag" fiel im Anschluss an den vierten Saisonerfolg.
Was der Coach allerdings auch einräumte: "Wir haben auch ein bisschen das Glück gehabt, dass wir gegen einen Gegner gespielt haben, wo wir was gewinnen konnten."
Was aus Sicht von Sarah Straube (24) auch geholfen hat: "Unsere Einstellung, dass wir den Fans einfach zeigen wollten, dass das in Erfurt nicht noch mal passieren darf."
Und: "Wir wollten einfach eine ganz andere Seite von uns zeigen, und ich glaube, wir haben uns gegenseitig sehr gut pushen können."
Hier haben die DSC-Girls den größten Schritt in die richtige Richtung gemacht
Der ganz nüchterne Blick auf die Zahlen: Vor fast genau einem Monat gab es gegen Suhl eine 0:3-Niederlage im Supercup, am Samstag gab es einen 3:0-Sieg.
Der größte Unterschied für Waibl: "Man hat gesehen, welche Wirkung die Annahme hat. Wir waren das erste Mal im Aufschlag-Annahme-Bereich besser als unser Gegner. Das heißt, wir haben wenig Aufschlagfehler gemacht und viel Druck."
17 direkte Punkte stehen den sechs Fehlern gegenüber. Und während beim DSC das Selbstvertrauen wuchs, schwand die Sicherheit bei den Suhlerinnen von Ballwechsel zu Ballwechsel.
Suhl-Boss Alexander Mantlik (37) verfolgte die dritte Pleite seines Teams in Serie vor Ort in der Cyberport Arena. Innerhalb einer Woche ging es gegen Stuttgart, Schwerin und zum Abschluss gegen den DSC.
Gemeinsam mit den etwa 200 Suhler Fans reiste er mit dem Großteil der Anhänger im Sonderzug nach Dresden - und am Ende des Tages ohne Zähler wieder zurück.
Bei drei Siegen stehen jetzt beide Teams, der DSC hat aufgrund des Punktes aus Erfurt aber einen Zähler mehr als Suhl.
Titelfoto: Lutz Hentschel

