Der Körper streikt! Deutsches Biathlon-Ass muss Saison vorzeitig beenden

Ruhpolding - Schlechte Nachrichten für Sophia Schneider (28)! Die deutsche Biathletin muss ihre Saison vorzeitig für beendet erklären. Starke Rückenschmerzen machen der zweifachen Staffel-WM-Medaillengewinnerin einen Strich durch die Rechnung.

Sophia Schneider (28) ist im letzten Weltcup-Trimester zum Zuschauen verdammt.  © Martin Schutt/dpa

Schneider hatte in den letzten Jahren regelmäßig zum Weltcup-Kader gehört und war in dieser Saison meist im IBU-Cup an den Start gegangen, hatte aber seit Ende Januar sowohl bei der EM in Sjusjøen (Norwegen) als auch bei den aktuellen Wettkämpfen in beiden Ligen gefehlt.

Nun klärt die 28-Jährige darüber auf, was ihr fehlt - und welche harten Konsequenzen sie daraus ziehen muss. "Aufgrund von zwei Entzündungen der Facettengelenke im Rücken war es für mich nicht mehr möglich, im letzten Trimester noch Wettkämpfe zu absolvieren", schrieb Schneider auf Instagram.

"Nachdem ich bei dem Weltcup in Nove Mesto bereits starke Rückenschmerzen hatte, habe ich danach alles versucht, um die Problematik wieder in den Griff zu bekommen", erklärte die Zollbeamtin.

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Das sei ihr jedoch nicht gelungen: "Nach ein paar sehr herausfordernden Wochen musste ich in Absprache mit den Ärzten und Trainern einsehen, dass es so aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, Wettkämpfe auf höchstem Niveau zu bestreiten."

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Biathlon: Sophia Schneider will gestärkt aus ihrer Zwangspause zurückkommen

Sophia Schneider hatte erst Mitte Januar in Ruhpolding wieder den Sprung ins Weltcup-Team geschafft.  © Tobias SCHWARZ / AFP

Für Schneider ist die Absage der restlichen Wettkämpfe des Winters ein herber Rückschlag, schließlich hatte sie schon die Deutschen Meisterschaften im Herbst wegen einer Knieverletzung verpasst und hatte sich in der Folge nicht für den Weltcup qualifiziert.

Erst im Januar hatte die 28-Jährige nach mehreren Podiumsplätzen im IBU-Cup wieder den Sprung ins Weltcup-Team geschafft, wo ihr Körper dann aber streikte.

"Es ist nicht schön, wenn man das ganze Jahr hart arbeitet und investiert und dann im Winter zu Hause sitzt und nicht das machen kann, für das man so sehr brennt und lebt", schrieb die Traunsteinerin. Doch auch solche negativen Erfahrungen seien Teil des Leistungssports und gehörten manchmal dazu.

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Nun will Schneider ihrem Körper die nötige Ruhe gönnen und versuchen, stärker aus ihrer Zwangspause zurückzukehren.

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