Nach Sirenen-Alarm und Arena-Räumung: Eislöwen schießen Weiden aus der Halle
Dresden - Die Dresdner Eislöwen haben einen perfekten Start ins Wochenende gefeiert. Beim 5:1 (2:0, 2:0, 1:1)-Heimsieg gegen die Blue Devils Weiden waren die Sachsen nur von einer technischen Störung zu bremsen.
19.30 Uhr sollte der Bully im Heimspiel gegen den Vorletzten Weiden erfolgen. Eigentlich. Denn kurz vor dem geplanten Spielstart funkte eine Sirene dazwischen.
"Wir haben eine technische Störung. Bitte verlassen Sie das Gebäude zügig, aber ohne Hast, auf den gekennzeichneten Fluchtwegen und begeben Sie sich ins Freie", lautete die vom Signalton eingeläutete Durchsage, die etwas mehr als zehn Minuten durch die Joynext-Arena hallte.
Die Feuerwehr rückte an. Sicherte alles ab. Der Grund: ein Feueralarm.
19.41 Uhr dann die Meldung, die alle Fans auf dem Parkplatz hinter der Arena zum Jubeln brachte: Die Halle darf wieder betreten werden.
"Nach einer kurzen Wartezeit und der Überprüfung durch die Feuerwehr konnte der Alarm aufgehoben und die Arena wieder freigegeben werden", hieß es dazu von den Eislöwen.
Dresdner Eislöwen machen es nach Traumstart gegen Blue Devils Weiden deutlich
"Wir haben versucht, fokussiert zu bleiben. Zum Glück dauerte es nicht so lang, nur etwa 20 Minuten", kommentierte der spätere Doppeltorschütze Tyson Spink den Alarm.
Eishockey wurde dann ab 19.58 Uhr auch noch gespielt - und wie! Die Dresdner erwischten einen Start wie die kurz zuvor angerückte Feuerwehr. Und auf dem Eis brannte es direkt. Nach 56 Sekunden ertönte erneut die Sirene - diesmal die Torsirene.
Tomas Andres versenkte den Puck im Kasten der Gäste. Startschwierigkeiten nach der unfreiwilligen Unterbrechung sehen anders aus.
Doch es wurde noch besser im ersten Drittel. Tyson Spink erhöhte auf Vorlage seines Bruders Tylor zum 2:0 (7. Minute).
Und das war sogar fast noch zu wenig. Klares Chancenplus und sogar lange in Überzahl auf dem Eis, nach dem Ex-Eislöwe Nick Postel für zehn Minuten auf die Strafbank musste. Aber die Chancenverwertung blieb an diesem Abend das größte, aber auch einzige Manko.
Denn die Eislöwen-Party ging auch im zweiten Abschnitt ungebremst weiter. Erneut machten Tyson Spink (32.) und David Suvanto (39.) noch in diesem Drittel vor 3494 Zuschauern alles klar - 4:0.
Den Schlusspunkt hinter die Partie - und dem vierten Eislöwen-Sieg in Serie - setzte nach dem Ehrentreffer der Gäste (56.) Riccardo Hendreschke zwei Minuten vor Ende.
Sonntag wartet dann wohl ein anderes Kaliber auf die Sachsen: Auswärts bei der noch ungeschlagenen Düsseldorfer EG (17 Uhr).
Titelfoto: Lutz Hentschel

